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Wem hilft Yoga

01.07.2007
Emotion
  • Andrea Freund

Die Haltungen und Atemübungen der indischen Entspannungslehre lindern Beschwerden wie Kopfschmerzen, Nervösität oder Bluthochdruck. Unabhängig davon, ob man gelenkig ist oder nicht.

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....Yoga hilft außerdem bei Spannungskopfschmerzen und Nackenbeschwerden, bei Ashtma und chronischer Bronchitis und verringert neben Übergewicht auch erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck. ,,Damit reduziert Yoga die Risiken für Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfakt oder Schlaganfall", sagt der Arzt und Yogalehrer Ronald Steiner, der in Ulm unter anderem Leistungssportler in der Rehabilitation behandelt - auch mit Haltungen aus dem Yoga. ,,Durch die Körperübungen und die vertiefte Atmung tritt zudem Entspannung ein", fügt er hinzu und verweist auf eine indische Studie aus dem Jahr 2004, wonach Yoga wirkungsvoller ist als mentales Entspannungstraining allein.

,,Als Mediziner würde ich die Wirkung von Yoga physiologisch so beschreiben: Yoga hilft, den Parasympathikus hochzuregeln, den Teil des autonomen Nervensystems, der für Entspannung steht. Dadurch wird der Puls gesenkt und die Atmung tief und ruhig", erklärt Steiner. Was auch das sich stetig drehende Gedankenkarusell zur Ruhe kommen lässt. Yoga, besagt eine berühmte Definition, ist das ,,Abschalten der Aktivitäten des Geistes".

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... Dass Gefühle, Gedanken und Sorgen die muskuläre Spannung beeinflussen, bestätigt auch der Mediziner Steiner: "Emotionale und mentale Unausgeglichenheit werden schnell zum unbewussten Begleiter, was im Körper zu Verspannungen führt. Im Yoga erleben wir, wie die zugrundeliegenden Emotionen und Gedanken wieder an die Oberfläche des Bewusstseins kommen." ...

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