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Über Power, Trainingsehrgeiz und Affen im Kopf – AYI® Ausbilderin Tanja Launicke über ihren Weg zum Asthanga und was AYI® für sie heute ausmacht.

Tanja Launicke
Tanja Launicke

Sabine: Laufen, Radfahren, Functional Training, Workout-Kurse im Fitness-Studio – wenn man Deine (Sport-)Biographie betrachtet, bekommt man den Eindruck, dass man es mit einer echten Power-Frau zu tun hat. Wie geht das mit Yoga zusammen? Oder anders gefragt, wie hast Du Deinen Weg zum Yoga gefunden?

Tanja: (lacht) Du könntest diese Liste evtl. noch um Schwimmen, Rudern (indoor) und Langlaufen ergänzen… ja, ich habe in der Tat Power! Mein Weg hat mich ehrlich gesagt „zufällig“ zum Ashtanga Yoga geführt - rückblickend ist das aber eigentlich absolut passend: Denn ich powere mich während der Praxis aus und lenke meine Energie zielgerichtet. Das Ergebnis ist ein gutes Körpergefühl sowie eine angenehme Ruhe im Kopf. Also eine perfekte Symbiose!

Mein Weg zum Yoga führte über Pilates. Seit 25 Jahren bin ich im Group Training zuhause. Erst schwamm ich auf der Aerobic-/Stepwelle mit und habe in diesem Bereich so ziemlich alles gemacht, was damals modern war, von Bodystyling - oder wie auch immer man die Workout-Kurse damals nannte - bis hin zu Langhanteltraining, Spinning, Fatburner etc. Dann lernte ich Pilates kennen und lieben, denn die vielen Choreographie- und Power-Stunden zehrten an meinen Reserven und auch Knie- und Rückenprobleme ließen sich nicht mehr wegdiskutieren. Damit war mein Weg nach innen geebnet. Das heißt, ich war bereit dafür, weg von lauten, motivierenden Beats und hin zu ruhigem Nach-Innen-Spüren zu gehen. Dann besuchte ich meine erste Yogastunde und stellte fest: „Das ist was ganz anderes!“. Ich war sofort infiziert. Ich war so unglaublich energetisiert, so „voll“ und so „da“! Irgendwas hatte einen ganz, ganz großen Stöpsel bei mir gezogen. Darüber wollte ich unbedingt mehr erfahren. Über ihre positive Auswirkungen auf mein sexuelles Erleben spreche ich dann lieber an anderer Stelle.

Mein Gefühl sagte mir immer, dass neben (hartem) Training, bewusster und individueller Ernährung noch etwas fehlte. Mentales Training wie AT und PMR waren schon ein guter Ansatz, aber das, was ich noch gesucht hatte, fand ich im Yoga und der Yogaphilosophie.

Sabine: Du betreibst nach wie vor noch eine ganze Reihe weiterer Sportarten und unterrichtest diese auch. Hat sich Deine generelle Herangehensweise an diese Sportarten durch Yoga verändert? Oder hatte Yoga vielleicht sogar Auswirkungen auf Deine Trainingsphilosophie, sowohl im eigenen Training als auch in Deinem Unterricht?

Tanja: Definitiv! Ich sage immer, dass viele Mosaiksteinchen nötig sind, um „ganz“ zu sein. So brauche ich das Bewegung und Austoben an der frischen Luft nach wie vor: Biken, Rennradeln, Laufen, die Berge er­klimmen. Doch ich setze alles daran, dass ich im Anschluss noch auf die Matte komme. So schaffe ich es, meine Affen im Kopf leiser zu drehen und gleichzeitig mobilisiere, dehne und strecke ich mei­nen Körper. Manchmal habe ich nach der Yogasession plötzlich eine Lösung parat, nach der ich zuvor lange ver­geblich gesucht habe. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass sich durch den Yoga ein richtiger Wandel vollzogen hat. Schlüpfte ich früher in die Jo­gging­schu­he und rannte oft vor Auseinan­der­setzungen im wahrsten Sinne davon, rolle ich nun lieber die Matte aus. Je nachdem, was zeitlich ne­ben Familie, Haus, eigenem Unternehmen mög­­lich ist, darf meine Eigen­praxis NIE fehlen! Das ist mir wichtig und bringt mich auf den Boden zurück.

Diese Erfahrung versuche ich auch meinen Teilnehmern weiter­zuge­ben: Sich nicht von der Maschinerie einholen zu lassen, sondern sich einen Zeitrahmen zu schaf­fen, der nur für einen selbst ist, um dann ausge­wo­gen zu üben und sich mit Yoga wieder „herunter­zu­beamen“, zu erden und zu sich selbst zu finden.

Sabine: Du hast mir erzählt, dass für Dich beim Yoga neben der physischen Praxis der philosophische Aspekt einen sehr hohen Stellenwert einnimmt. War das schon immer so oder hast Du erst über die „Körperlichkeit“ zur Philosophie gefunden? Was bedeutet die Yoga-Philosophie heute für Dich und welche Aspekte sind Dir besonders wichtig?

Tanja:  Ich kam (wie viele) über die Körperlichkeit zum Yoga. Ich habe mich zwar schon davor mit Psycho­so­matik und Energiearbeit beschäftigt, doch als ich im Rahmen der Ausbildung bei Ronald und Anna Trökes mit der Philosophie von Vedanta, Samkhya und Tantra in Berührung kam, fand ich eine ganze Reihe weiterer Mosaik­steinchen.

Besonders wichtig sind mir heute die folgenden beiden Punkte: Sich selbst wiederzufinden und zum eigenen Ich kommen, das unter den vielen Schichten, die durch Erziehung, Bildung, Alltagsnormen und gesellschaftliche Anpassung entstanden sind, verborgen werden. Das ist für mich der Kern des Yoga. Während der 4,5-jährigen Yogaausbildung wurde mir immer mehr klar, dass kein anderer mir die Arbeit abnehmen kann. Es geht darum, sich selbst zu erkennen und Verantwortung für sich zu übernehmen anstatt auf die anderen zu schimpfen und mit dem Finger zu zeigen oder sich mit Drogen zu betäuben. Die Yogaphilosophie ist ein Mittel zur Selbsterkenntnis. Meines Erachtens nach ist sogar bereits das Phänomen des Burn-Out im Yoga Sutra (YS 1.31) beschrieben. Spannenderweise wird hier gleichzeitig auch noch die Anleitung, wie ich mich davor schütze, mitgeliefert. Und das in einer circa 2000 Jahre alten Schrift! Allerdings muss ich bereit sein, mich auf mich selbst einzulassen. Das klingt jetzt vielleicht recht einfach, aber wenn wir uns selbst ein bisschen hinterfragen, erkennen wir schnell, dass es wesentlich leichter ist, den Chef, die Kollegen oder wen auch immer für all das verantwortlich zu machen, was uns widerfährt.

Das ACARA-Yoga in Schnaittach

Das ACARA-Yoga in Schnaittach

Und als zweiter für mich sehr bedeutsamer Aspekt: Svadhyaya. Das bedeutet für mich, sich selbst permanent zu reflektieren und alte Weisheitstexte zu studieren, sich bewusst mit ihnen auseinander zu setzen und daraus Schlüsse für sein eigenes Leben und seine eigene Situation zu ziehen.

Damit der Mensch überhaupt hinschaut, braucht es allerdings zunächst oft den Körper als Hinweisgeber. Denn leider ist es vielfach so, dass Menschen erst dann, wenn es richtig weh tut, die Notwendigkeit für Veränderung sehen. Da schließt sich der Kreis wieder. Hatha Yoga bzw. Ashtanga Yoga bedient beides, den Körper, den ich gut füttere, dosiert bewege und achtsam beatme, und den Intellekt, den ich genauso „füttere“. Das vor allem dann, wenn ich mich mit Hilfe der Philosophie selbst erkenne, um dann günstigstenfalls loslassen zu können und zu akzeptieren, dass manche Dinge einfach nicht zu ändern sind.

Sabine: Du hast nach wie vor einen sehr straffen Tagesablauf und ein volles Programm. Gleichzeitig kennst Du von früher die Mehrfachbelastung durch kleine Kinder, Haushalt, alles ohne helfende Großeltern vor Ort, nur allzu gut. Wie gelingt es da, eine regelmäßige eigene Praxis zu etablieren? Und wie motivierst Du Dich heute, selbst zu üben, wenn Du weißt, dass Dir am Abend noch drei bis vier Kursstunden bevorstehen?

Tanja: Ja, das bedarf in der Tat einer guten Organisation und Selbstdisziplin! (lacht) Zum Glück habe ich genug „tapas“, wie es auf Sanskrit so zutreffend heißt. Übersetzen lässt sich der Begriff einerseits mit Feuer/Leidenschaft andererseits aber auch mit Askese/Verzicht. Ich erkenne mich in beiden Varianten wieder. Mit anderen Worten, ich habe einerseits genug tapas, um mich zu motivieren auf die Matte zu gehen, andererseits aber auch ausreichend tapas, um aufs Bett oder Sofa zu verzichten. Seit ich erkannt habe, wie gut es mir geht, wenn ich geübt habe, verzichte ich gern!

Inzwischen ist es sogar so, dass ich wenn ich vor lauter Bürokram oder Terminen vor meinen Kursen einmal nicht habe üben können, genervt und sauer bin, dass meine Leutchen sich bewegen können und ich nicht. War ich davor allerdings aktiv, bin ich gelassen, gut gelaunt und kreativ. Der Unterschied des Erlebens ist es mir wert, die dafür notwendige Zeit her­aus­zuschlagen! Daran zeigt sich auch wieder: Wenn einem etwas wirklich wichtig ist, dann schafft man es in der Regel auch, die Zeit dafür zu finden.

Sabine: Du kannst mittlerweile gefühlt jeden Muskel und Knochen im Körper mit der korrekten medizinischen Bezeichnung benennen. Das allerdings nicht nur aufgrund Deiner Ausbildung, sondern auch aufgrund einer Vielzahl an Verletzungen. Diese haben Dich jedoch nie vom Praktizieren abgehalten. Wie ist es Dir gelungen, Deine Praxis so anzupassen, dass Du den Heilungsprozess nicht verlangsamt oder gar behindert hast? Welche Rolle spielt die AYI®Methode dabei?

 

Tanja: Was das Ausbildungswissen betrifft wäre es echt klasse, wenn ich noch ein paar­ Einzelheiten wüsste, die ich schon mehrmals vergessen habe  (lacht) Davon abgesehen macht es mir grundsätzlich richtig Spaß, den Körper zu erkunden. Sowohl im praktischen Erspüren, als auch wenn es darum geht, die geniale Methodik seines Aufbaues und seine Möglichkeiten zur Selbstheilung näher zu verstehen. Ich habe mich rückblickend auf meinem Weg nie durch Verletzungen, die ich durch Fehlhaltungen und falsches (?), vielleicht auch übertriebenes Training erworben hatte, aufhalten lassen. Im Gegenteil halfen mir letztendlich genau diese erzwungenen Phasen des weniger intensiven Trainings, achtsamer zu werden und bewusster mit meinem Körper umzugehen. Meinen Übereifer habe ich in der Vergangenheit schon mehr als einmal bitter bezahlen dürfen. Ich erinnere mich z. B. an meine Yogalehrerausbildung. Gleich am ersten Tag meinte ich, ich müsste abends unbedingt noch joggen gehen. Und zog mir prompt eine Außenbandzerrung zu. So hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, ausprobieren zu dürfen, wie ich die nächsten 10 Tage Praxis über­ste­he. Was erstaunlicherweise wunderbar ging – wenn auch auf einer anderen, nicht ausschließlich leistungsorientieren Ebene. Die Devise lautete dann, achtsam in mich hinein spüren, abwägen, wie weit ich gehen kann, ein wenig Kreativität einsetzen  (etwa knien statt stehen) und halt auch mal was weglassen und nicht immer zu meinen, ich müsste auf Biegen und Brechen jede Position in Perfektion meistern.

Genau das ist auch der Ansatz der AYI® Methode! Denn hier geht es darum, Modifikationen zu suchen, Raum für Spezialübungen zu schaffen und so individuell auf aktuelle Themen des Einzelnen einzugehen. Die modifizierte Serie ist gleichzeitig eine Einladung für alle Zielgruppen, in die Praxis einzusteigen. Denn dank der individuellen Anpassung an die Voraussetzungen jeden Einzelnen ist ein Üben sogar mit Bänderriss oder Im­pinge­ment möglich ist.

Das Wichtigste ist, dass man das tut, was man liebt!
Das Wichtigste ist, dass man das tut, was man liebt!

Sabine: Ich weiß, dass Du Dich auch sehr stark mit den Querverbindungen zu anderen Heilansätzen beschäftigst und diese in Deinen Unterricht einbringst. Welche Ansätze sind das und wie kann ich mir diese Verbindungen vorstellen?

Tanja: Jeder bringt seine (Fehl-)Haltungen mit, denn der Körper passt sich an seine Umgebung an. Wenn jemand viel vornübergebeugt arbeitet oder den Großteil des Tages am PC sitzt, sieht man das am Schultergürtel bzw. sind die Hüften nicht mehr so beweglich. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, sich bei massiven Fehlhaltungen zusätzlich zur Yogapraxis Unterstützung zu suchen. Neben einer modifizierten Praxis ist es ideal, wenn Osteopath, Physiotherapeut, Rolfer, Logopäde und/oder Masseur die Strukturen positiv beeinflussen. Mittlerweile habe ich eine Handvoll guter Therapeuten kennengelernt, bei denen ich weiß, dass ich in gute Hände weiterempfehle.

Sabine: Zurück zu Deinem Unterricht: Du sagst, dass Dir aktives Lernen und die Unabhängigkeit vom Lehrer besonders wichtig ist. Warum ist das so? Wie setzt Du diesen Ansatz in Deinen Kursen um?

Tanja:  Was das aktive Lernen angeht, spielt für mich selbst mit Sicherheit mein „Forschergeist“ eine Rolle, der gerne auf der Matte/vor dem Spiegel/am TRX/an der Sprossenwand oder an der Klimmzugstange ausprobiert. Und dabei zum Beispiel testet, wie ich freischwebend meine Hüftdehnung optimiere. Oder der mich an die Sprossen geknotet versuchen lässt herauszufinden, wie ich ohne Hilfe am effektivsten in Supta Vajrasana komme. In letzter Zeit habe ich zudem meine Sympathie für Faszientraining und Functional Training entdeckt. Obwohl ich früher bereits manches in ähnlicher Form gemacht habe, waren zum Beispiel kleine neue Impulse die vorbereitende Gegenbewegung oder das Bindegewebe vor dem Üben zu bearbeiten, um eine Übung anders effektiv zu machen. Mir macht so etwas Spaß und die Selbstwahrnehmung profitiert ganz erheblich davon. Auf diese Weise lassen sich unterschiedliche Trends kombinieren. Das finde ich sehr spannend und versuche es in meinem Unterricht mit einfließen zu lassen. Von daher gibt es auch immer wieder die eine oder andere neue Stundenkreation im Kursplan. Manchmal kommt es an, manchmal nicht – wenn nicht, dann wird es eben wieder verworfen.

Beim Mysore-Unterricht geht es in eine ganz ähnliche Richtung. Jeder Tag ist anders, jeden Tag werden wir ein wenig älter, es zwickt womöglich an unterschiedlichen Stellen. Wenn ich immer nur nachturne, was ein Lehrer sagt, bin ich fremdbestimmt. Ich bin sehr gern eigenbestimmt und möchte diese Eigenständigkeit auch bei meinen Teilnehmern fördern. Das heißt, ich möchte ihnen vermitteln, dass sie selbst für sich und ihre Praxis verantwortlich sind. Und dass sie ein Vielfaches mehr davon profitieren, wenn sie die Praxis aktiv mitgestalten und nicht nur stur das Programm abspulen, das ihnen der Lehrer vorgibt.

Sabine: Seit kurzem bist Du auch im AYI® Ausbilder-Team. Warum hast Du Dich dafür entschieden gerade für AYI® auszubilden?

Tanja: Eigentlich hat mich Ronald überredet… Nachdem ich im Anschluss nochmals bei einer Ausbildungswoche assistieren durfte, habe ich gemerkt, welche Freude es mir macht. Deshalb auch mein Entschluss, beim Unterrichten ebenfalls ein wenig tiefer in die Materie einzusteigen und den Weg als Ausbilder einzuschlagen. Kurze Wochenendausbildungsmodule habe ich davor schon unterrichtet, jetzt freue ich mich, die AYI® Methode weiterzugeben. Dieses System finde ich spannend. Ich kenne Ronald seit über 10 Jahren und so wie sich die Methode entwickelt und immer mehr optimiert wird – da kann ich voll dahinterstehen.

Sabine: Eine bessere Ausgangssituation könnte es wohl kaum geben. Wenn es jetzt konkret in die ersten eigenen Ausbildungen geht: Was ist Dir besonders wichtig? Gibt es etwas, das Du Deinen Schülern auf alle Fälle mit auf den Weg geben möchtest?

Tanja: Stichwort Achtsamkeit. Mir liegt am Herzen, Achtsamkeit zu vermitteln. Ich möchte meinen „Azubis“ eine solide Eigenpraxis mitgeben, die sie dann wiederum an ihre eigenen Schüler weitergegeben können. Wie be­reits erwähnt, habe ich durch Verletzungen einiges an Lehrgeld bezahlt. Frü­her wusste ich beispielsweise nichts von Alignment. Mir hat das leider nie jemand erklärt oder mich angeleitet – viel­leicht war es nicht üblich oder ich hatte kein offenes Ohr dafür? Das möchte ich besser machen! Mein Anliegen ist es, dem vorzubeugen und jeden da abholen, wo er steht. Die Asanapraxis ist ein Prozess, der sich entwickelt. Von daher sind Einsteiger wie auch Fortgeschrittene in meiner Ausbildung willkommen.

Außerdem verbinde ich gerne das Angenehme mit dem Nützlichen. Deshalb möchte ich die AYI® Ausbildung in wundervollen Umgebungen und in einem positiven Umfeld ausrichten. Es lernt sich am besten, wenn man(n) sich wohlfühlt. Lernen und Urlaubsfeeling schließen sich nicht aus. Ich habe uns für unsere erste Woche zum Beispiel ein tolles Landhaus in einer schönen Umgebung in Italien ausgesucht. Die weite­ren verlängerten Wochenenden finden dann bei mir im schönen Nürnberger Land statt. Eher gemütlich und familiär, dafür werde ich sorgen.

Sabine: Da könnte man fast schon neidisch werden! Noch eine weitere Frage zu Deinem Unterrichtsstil: Du sagst selbst, dass für Dich Authentizität an erster Stelle steht. Was bedeutet das für Dich und Deine Kurse? Wie kann ich mir das „Tanja-Element“ genau vorstellen?

Tanja: Das Wichtigste ist für mich, dass man das tut, was man liebt! Ich habe meine Lieblingsbeschäftigung zum Beruf erkoren und das soll beim Unterrichten spür­bar sein. Für mich ist wichtig, meine eigene Erfah­rung zu unterrichten, eingebunden in die Tradition. Yoga macht authentisch. Nicht irgendwas nach­plappern, sondern mit Disziplin üben und sich selbst spüren. Sich immer wieder selbst reflektieren und das dann weitergeben. Von daher ist bei einem Schüler vielleicht weniger mehr, dafür kann bei einem anderen noch etwas heraus gekitzelt werden, das verborgen schlummert. Mir ist wichtig, dass meine Tei­l­neh­mer etwas aus dem Unterricht mitnehmen. Und Spaß muss gleichzeitig auch noch dabei sein! Das Leben ist hart genug, da darf im Yogaraum auch mal gelacht werden. Manchmal rutscht mir einfach ein dummer Spruch raus… upps, so bin ich.

Sabine: Genau das wissen Deine Schüler aber glaube ich auch zu schätzen… Ich wünsche Dir auf alle Fälle viel Freude und alles Gute für den Start mit der ersten Ausbildungsgruppe. Und bin gespannt darauf, wenn es so weit ist „Yoga und Urlaubsfeeling“ dann zumindest indirekt über ein paar Fotos oder Videos mitzuerleben!