Yoga-Sutra 1 – Samadhi Pada: über die Erleuchtung

Von der Erleuchtung - Samadhi Pada - erzählt das Anfangs-Kapitel des Yoga Sutra von Patanjali.

Yoga Sutra

Samadhi (समाधि, Samādhi) = Erleuchtung
Pada (पाद, Pāda) = Kapitel

Das erste Kapitel des Yoga-Sutra von Patanjali

Samadhi-Pada

Satz 7

pratyaksa-anumana-agamah pramanani ||7||

प्रत्यक्षानुमानाअगमाः प्रमाणानि ॥७॥

pratyakṣa-anumāna-āgamāḥ pramāṇāni ॥7॥

Gegenständliche Wahrnehmung (Pramana) basiert auf dem was vor den Sinnen erscheint (Pratyaksha), was aus dem Intellekt entsteht (Anumana) und auf der Überlieferung (Agama). ||7||


pratyakṣā = das, was vor den Augen / Sinnen ist, was unmittelbar gesehen wird, die direkte Wahrnehmung von Gegenständlichem
anumāna = das, was aus dem Manas, dem Intellekt kommt, die Schlussfolgerung
āgamaḥ = (nom. von āgama) Überlieferung, das was von den Vorfahren weitergegeben wird, Schriftwissen
pramāṇāni = (von pramāṇa) Gegenständliche Wahrnehmung, richtige Wahrnehmung, richtiges Wissen

Pramana - die gegenständliche Wahrnehmung

Diese kann uns von der direkten und unmittelbaren Selbsterkenntnis (Yoga) abhalten.

Die Sinneseindrücke (Pratyaksha) sind nach Patanjali die erste Quelle für solche Ablenkung. Beispielsweise kann in der Meditation Dein Handy klingeln. Deine Gedanken heften sich an das Geräusch. Es entsteht damit eine Trübung (Vritti) des Geistes (Chitta) und die direkte Selbstwahrnehmung (Yoga) ist gestört. Genauso können beliebige Sinneseindrücke (Pratyaksha) wirken. Beispielsweise der Geruch von Essen, oder Du siehst etwas interessantes neben Deiner Yoga-Matte. Auch der Tastsinn kann zur Ablenkung von der unmittelbaren Selbsterkenntnis werden.

Auch Wissen das aus Deinem Intellekt entsteht (Manas) oder Du aus Deiner Lebenssituation erfahren hast kann die ekstatische Wahrnehmung Deines Wahren Selbst behindern.

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