×
Aussprache

Bei der Artikulation eines Frikativ wird eine Engstelle gebildet. Die ausströmende Luft verwirbelt und erzeugt den Reibelaut. Im Vergleich zu den Semivokalen, die ebenfalls zu den Annährungslauten (Approximant) zählen, ist die nähert sich die Zunge der Engstelle näher an ohne dass jedoch der für einen Verschlusslaut (Plosiv) nötige Kontakt entsteht. Im Sanskrit gibt es zu vier der fünf Phonationsorten einen Semivokal (h, ś, ṣ, s).

Sie frikativen Laute liegen sehr dicht an den Semivokalen, die am selben Phonationsort gebildet werden. Das kann beim einüben der, für deutschsprachige Zungen schwierigen, Lauten helfen.

  • a (Vokal) - ja (Verschlusslaut) - ha (Frikativ) alle drei gutteral (am in der Kehle) gebildet. Ein gutteraler Semivokal fehlt im Sanskrit.
  • i (Vokal) - ya (Semivokal) - ja (Verschlusslaut) - śa (Frikativ) alle vier palatal (am Gaumen) gebildet
  • (Vokal) - ra (Semivokal) - ḍa (Verschlusslaut) - ṣa (Frikativ) alle vier retroflex (mit zurückgerollter Zunge) gebildet
  • (Vokal) - la (Semivokal) - da (Verschlusslaut) - sa (Frikativ) alle vier dental (mit Zunge an den Zähnen) gebildet.
  • u (Vokal) - va (Semivokal) - ba (Verschlusslaut) - ... hier fehlt der Frikativ im Sanskrit.

Bei seiner Artikulation wird eine Engstelle gebildet, die die ausströmende Luft verwirbelt und den Reibelaut erzeugt.

Hauchlaut - der gutterale Frikativ

Hauchlaut ist in der Linguistik die Bezeichnung für den stimmlosen glottalen Frikativ.

  • ha: Ein kehliger (Gutteraler) Frikativ. (5)

Beispiele:

Im Deutschen wird der Hauchlaut nur im Silbenanlaut verwendet.

  • ha: Harmonie

Im Sanskrit kommt der Hauchlaut jedoch durchaus auch mittig oder im Auslaut vor. Hier können wir uns in der Aussprache durch ein kehliges Reiben, ähnlich dem deutschen i-ch annähern.

Palataler Frikativ

  • śa: Hier wirbelt die Luft am Gaumen (Palatal). Zur Aussprache sollen die Zähne geschlossen bleiben, die Lippen deutlich geöffnet. Die Zungenspitze liegt direkt hinter den Zähnen entspannt. Das entstehende Zischen wird so sehr scharf, fast wie ein z.

Beispiele:

  • śa: Schale, Schach, Schatten
    Recht hart ausgesprochen.

Retroflexer Frikativ

  • ṣa: Hier wirbelt die Luft hinter den Zähnen (Retroflex). Zur Aussprache sollen die Zähne geöffnet werden. Die Zunge ist hinter die Zähne gerollt. Der entstehende Zischlaut klingt so weich und dumpf.

Beispiele:

  • ṣa: engl.: wish
    Recht weich ausgesprochen

Dentaler Frikativ

  • sa: Hier wirbelt die Luft hinter den Zähnen (Retroflex). Zur Aussprache sollen die Zähne geöffnet werden. Die Zunge ist hinter die Zähne gerollt. Der entstehende Zischlaut klingt so weich und dumpf.

Beispiele:

  • sa: Muss, engl: sunday, summer
    Ein stimmloses S, anders als das norddeutsche stimmhafte S, wie beispielsweise in Sonne.

Labialer Frikativ - nur ein als Upadhmānīya gesprochener Visarga (ḥ)

Dem Sanskrit fehlt ein gutteraler Semivokal.

Jedoch wird das Visarga (ḥ) vor stimmlosen labialen Lauten (p bzw. ph) als labialer Frikativ gesprochen. Diese Aussprache des Visarga heißt Upadhmānīya. Wir können uns mit einem deutschen fh bzw ph diesem Laut annähern. (Merke: Dor-f-Platz)

Beispiele:

  • vṛttayaḥ pañcatayyaḥ (Fünferlei Wellen) wird ausgesprochen wie vṛttaya-fh-pañcatayya- .