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Pronomen

Als Possessiv-, Reflexiv- und als Possessivpronomen nutzt das Sanskrit diverse Adjektive und Adverbien.

Possessivpronomen: vor allem aus Pronominalstämmen gebildete Adjektive

Durch ein Anhängen eines īya an die Stämme der Personalpronomen mad (ich), asmad (wir), tvad (du), yuṣmad (ihr) und tad (er) entstehen Adjektive, die als Possessivpronomen genutzt werden:

  • madīya: Mein (von mad - pronominal Stamm der 1. Person Singular)
  • asmadīya: Unser (von asmad - pronominal Stamm der 1. Person Plural)
  • tvadīya: Dein (von tvad - pronominal Stamm der 2. Person Singular)
  • yuṣmadīya: Eure (von yuṣmad - pronominal Stamm der 2. Person Plural)
  • tadīya: Sein (von tad - pronominal Stamm der 3. Person)

Anders als die Pronominalstämme mad, tvad, asmad und yuṣmad selbst, können die so gebildeten Adjektive in Singular und Plural dekliniert werden.

Auch andere Adjektive werden als Possessivpronomen genutzt:

  • bhavadīya: Dein - ehrerbietend (von bhavad - Partizip Präsens Aktiv von bhū: seiend)
  • sva: mein, dein, sein, dessen, unser. In der Grundbedeutung ein Reflexivpronomen (sich)

Beispiel

siṁha ātmanaṁ jale paśyati
Der Löwe (Siṁha) sieht (paś) sich selbst (ātman acc. sg.) im Wasser (jala).

Reflexivpronomen: svaḥ (Adjektiv), ātman (Substantiv) und svayam (Adverb)

Im Saṁskr̥t kann die Reflexivität auf verschiedene Weisen ausgedrückt werden. Besonders zu beachten sind dabei:

  1. svaḥ (eigen): wird als Adjektiv in allen Fällen und Geschlechtern dekliniert. Es nimmt also wie jedes Adjektiv das Geschlecht, Fall und Anzahl des Wortes an, auf das es sich bezieht.
  2. ātman (Selbst): ist ursprünglich ein Substantiv und behält daher auch in dieser adjektivischen Verwendung sein männliches Geschlecht. Es kann sich dennoch auf Worte unterschiedlichen Geschlechts beziehen.
  3. syayam (eigen): ist ein nicht flektierbarer Partikel. Es kann sich auf Subjekte jedes Geschlechts (Genus), Falls (Casus) und Anzahl (Numerus) beziehen.

Beispiel

parasparam avalokayataḥ
Beide sahen (avalok) einander (paraspara) an.

Reziprokpronomen: anyonya, paraspara, itaretara und mithas (Adverbien)

Ein Reziprokpronomen stellt einen wechselseitige Beziehung her. Um diese Reziprokität auszudrücken nutzt das Deutsche Averbien wie "einander", "gegenseitig", oder "sich". Auch das Saṁskr̥t nutzt Adverbien. Beispielsweise:

  • anyonya: gegenseitig
  • paraspara: einander
  • itaretara: wechselseitig
  • mithas: zusammen