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Sandhi

Ein auslautendes Visarga (ḥ) gleicht sich als Hauch oder Zischlaut dem nachfolgenden Wort an.

a/ā-Visarga

  • Auslautendes "aḥ" vor nicht "a" Vokal (ā, i/ī, u/ū, e/ai, o/au, ṛ/ṝ, ḷ/ḹ, ) verliert Visarga.
  • Auslautendes "aḥ" vor "a" wird zu "o" und verliert das anlautende "a".
  • Auslautendes "aḥ" vor stimmhaftem Konsonant (g/gh, j/jh, ḍ/ḍh, d/dh, b/bh, n/m/ṅ/ñ/ṇ, y/v/r/l/h) wird zu "o".
  • Auslautendes "āḥ" vor Vokal (a/ā, i/ī, u/ū, e/ai, o/au, ṛ/ṝ, ḷ/ḹ) verliert sein Visarga.
  • Auslautendes "āḥ" vor stimmhaftem Konsonant (g/gh, j/jh, ḍ/ḍh, d/dh, b/bh, n/m/ṅ/ñ/ṇ, y/v/r/l/h) verliert Visarga.

Schreibweise:
Solche Worte werden in Devanāgarī und anderen indischen Schriften meist getrennt geschrieben. - Es sei denn es handelt sich um ein Kompositum oder ein Präfix. Dann wird zusammen geschrieben.
In den römischen Lautschriften wird im Falle eines im Devanāgarī zusammengeschriebenen Kompositums meist eine Schreibweise mit Bindestrich gewählt.

Auslaut Anlaut Sandhi
…aḥ nicht-"a"-Vokal (ā, i/ī, u/ū, e/ai, o/au, ṛ/ṝ, ḷ/ḹ)… …a_Vokal… (Der Visarga entfällt, es entsteht eine Pause zum folgenden Vokal)
…aḥ a… …o_'… (Der Visarga entfällt also, das Folgende "a" entfällt in einer Pause)
…aḥ sth.Konsonant (g/gh, j/jh, ḍ/ḍh, d/dh, b/bh, n/m/ṅ/ñ/ṇ, y/v/r/l/h)… …o_sth.Konsonant… (Der "a"-Visarga wandelt sich also zu einem "o")
…āḥ Vokal… …ā_Vokal… (Der Visarga entfällt, es entsteht eine Pause vor dem folgenden Vokal)
…āḥ sth.Konsonant (g/gh, j/jh, ḍ/ḍh, d/dh, b/bh, n/m/ṅ/ñ/ṇ, y/v/r/l/h)… …ā_sth.Konsonant… (Der Visarga entfällt, es entsteht eine Pause vor dem folgenden stimmhaften Konsonanten)

Ausnahme

Adverbien auf "ar" z.B.: punar (wieder), prātar (morgens) die auf "ar" enden wandeln sich nach einer Auslautregel in "aḥ". Dieses "aḥ-" wandelt sich in "ar-" NICHT in "a_[stimmhafter Konsonant, Semivokal, Hauchlaut]"

 

Das In der 3. Person Nominativ Singular wird das Personalpronomen "saḥ" und das Demonstrativpronomen "eṣaḥ" vor allen anlautenden Konsonanten (egal ob weich oder hart) und Vokalen außer "a" (nur dem kurzen "a") immer zu "sa" bzw. "eṣa". Verliert also sein Visarga.Lediglich vor einem anlautenden "a" wird es zu "so_'..." bzw. "eṣo_'...". Das anlautende "a" entfällt also. Hier folgt "saḥ" und "eṣaḥ" also der üblichen Regel.

nicht-a/ā-Visarga vor Stimmhaften

  • Auslautendes "ḥ" (außer "aḥ" / "āḥ") vor stimmhaftem Laut außer "r" (a/ā, i/ī, u/ū, e/ai, o/au, ṛ/ṝ, ḷ/ḹ, g/gh, j/jh, ḍ/ḍh, d/dh, b/bh, n/m/ṅ/ñ/ṇ, y/v/l/h,) wird zu "r".
  • Auslautendes "ḥ" (außer "aḥ" / "āḥ") vor "r" dehnt vorangegangenen Vokal sofern dieser kurz war und verliert sein Visarga.

Schreibweise:
Die Worte werden in Devanāgarī und anderen indischen Schriften meist zusammen geschrieben. In den römischen Lautschriften ist eine Schreibweise mit Bindestrich üblich.

Auslaut Anlaut Sandhi
…ḥ (ohne "aḥ" und "āḥ") Vokal (a/ā, i/ī, u/ū, e/ai, o/au, ṛ/ṝ, ḷ/ḹ)… …r-Vokal… (Der Visarga wandelt sich also in "r")
…ḥ (ohne "aḥ" und "āḥ") nicht-"r"-sth.Konsonant (g/gh, j/jh, ḍ/ḍh, d/dh, b/bh, n/m/ṅ/ñ/ṇ, y/v/l)… …r-sth.Konsonant… (Der Visarga wandelt sich also in "r")
…ḥ (ohne "aḥ" und "āḥ") r… …Lang.Vokal-r… (der Vokal vor dem Visarga wird gedehnt)

Visarga vor Stimmlosen palatalen, retrofelxen und dentalen Verschlusslauten wird zum entsprechenden Frikativ

  • Auslautendes "ḥ" vor c/ch gleicht sich als palataler Frikativ (ś) an.
  • Auslautendes "ḥ" vor t/th gleicht sich als retroflexer Frikativ (ṣ) an.
  • Auslautendes "ḥ" vor ṭ/ṭh gleicht sich als detaler Frikativ (s) an.

Schreibweise:
Die Worte werden in Devanāgarī und anderen indischen Schriften meist zusammen geschrieben. In den römischen Lautschriften ist eine Schreibweise mit Bindestrich üblich.

Auslaut Anlaut Sandhi
…ḥ c/ch… …ś-c/ch…
…ḥ ṭ/ṭh… …ṣ-ṭ/ṭh…
…ḥ t/th… …s-t/th…

Visarga vor k/kh, p/ph und vor Frikativen Lauten bleibt, wird jedoch als Frikativer Diphthonge gesprochen.

  • Auslautendes "ḥ" vor k/kh gleicht sich als Jihvāmūlīya (ḥ), ein schwacher gutteraler Frikativ an.
  • Auslautendes "ḥ" vor p/ph gleicht sich als Upadhmānīya (ḥ), ein schwacher labialer Frikativ an.
  • Auslautendes "ḥ" vor ś/ṣ/s gleicht sich als Ūṣman (ḥ), ein kaum hörbarer palatalem, retroflexem oder dentalem Frikativ an.

Schreibweise:
Solche Worte werden in Devanāgarī und anderen indischen Schriften meist getrennt geschrieben. - Es sei denn es handelt sich um ein Kompositum oder ein Präfix. Dann wird zusammen geschrieben.
In den römischen Lautschriften wird im Falle eines im Devanāgarī zusammengeschriebenen Kompositums meist eine Schreibweise mit Bindestrich gewählt.

Auslaut Anlaut Sandhi
…ḥ k/kh… …ḥ_k/kh… (gesprochen als Jihvāmūlīya, ein gutteraler Frikativ)
…ḥ p/ph… …ḥ_p/ph… (gesprochen als Upadhmānīya, ein labialer Frikativ)
…ḥ ś/ṣ/s… …ḥ_ś/ṣ/s… (gesprochen als Ūṣman, ein palataler, retroflexer oder dentaler Frikativ)

Anmerkung:

Der nach Anwendung dieser Regeln verbleibende Visarga vor k, kh, p, ph, ś, ṣ, s wird als Jihvāmūlīya, Upadhmānīya oder Ūṣman gesprochen. - Einem schwach hörbaren Frikativ mit Phonation am Ort des folgenden Lautes.

Als Tabelle

Für alle die Tabellen mögen. Die gleiche Information nochmal als übersichtliche Tabelle.

…ḥ …āḥ …aḥ(1) Anlaut / Anlaut
…ḥ_k/kh(2)… …āḥ_k/kh(2)… …aḥ_k/kh(2)… k/kh…
…r-g/gh… …ā_g/gh… …o_g/gh… g/gh…
…ś-c/ch… …āś-c/ch… …aś-c/ch… c/ch…
…r-j/jh… …ā_j/jh… …o_j/jh… j/jh…
…ṣ-ṭ/ṭh… …āṣ-ṭ/ṭh… …aṣ-ṭ/ṭh… ṭ/ṭh…
…r-ḍ/ḍh… …ā_ḍ/ḍh… …o_ḍ/ḍh… ḍ/ḍh…
…s-t/th… …ās-t/th… …as-t/th… t/th…
…r-d/dh… …ā_d/dh… …o_d/dh… d/dh…
…ḥ_p/ph(2)… …āḥ_p/ph(2)… …aḥ_p/ph(2)… p/ph…
…r-b/bh… …ā_b/bh… …o_b/bh… b/bh…
…r-n/m/ṅ/ñ/ṇ… …ā-n/m/ṅ/ñ/ṇ… …o_n/m/ṅ/ñ/ṇ… n/m(ṅ/ñ/ṇ)…
…r-y/v… …ā_y/v… …o_y/v… y/v…
…[Vokaldehnung]-r… …ā_r… …o_r… r…
…r-l… …ā_l… …o_l… l…
…ḥ_ś/ṣ/s(2)… …āḥ_ś/ṣ/s(2)… …aḥ_ś/ṣ/s(2)… ś/ṣ/s…
…r-h… …ā_h… …o_h… h…
…r-Vokal… …ā_Vokal… …a_Vokal… nicht-"a"-Vokal…
…r-a… …ā_a… …o_'… a…

Besonderheiten und Anmerkungen:

(1) Adverbien auf "ar" z.B.: punar (wieder), prātar (morgens) wandeln sich nach der Auslautregel in "aḥ". Dieses "aḥ-" wandelt sich vor stimmhaften Konsonanten, Semivokalen, Hauchlauten und Vokalen zurück in "ar-".

(1) Das In der 3. Person Nominativ Singular wird das Personalpronomen "saḥ" und das Demonstrativpronomen "eṣaḥ" vor allen anlautenden Konsonanten (egal ob weich oder hart) und Vokalen außer "a" (nur dem kurzen "a") immer zu "sa" bzw. "eṣa". Verliert also sein Visarga. Vor einem anlautenden "a" wird es zu "so_'..." bzw. "eṣo_'...". Das anlautende "a" entfällt also.
Lediglich vor einem anlautenden "a" wird es zu "so_'..." bzw. "eṣo_'...". Das anlautende "a" entfällt also. Hier folgt "saḥ" und "eṣaḥ" also der üblichen Regel.

(2) Visarga wird vor k, kh als Jihvāmūlīya (schwacher gutteraler Frikativ), vor ś, ṣ, s als Ūṣman (einem schwach hörbaren palatalen, retroflexen oder dentalen Frikativ) und vor p, ph als Upadhmānīya (labialer schwacher Frikativ) gesprochen.