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Verena Stenke

Als freie Künstlerin arbeite ich in Performances mit dem menschlichen Körper, auch durch somatische Bewegungspraxis. Zu Hatha Yoga bin ich früh als Teenager über Kampfkünste und Tai Chi gekommen. Nachdem Yoga mich unorthodox aber konsequent durch die Jahre begleitete, brauchte ich doch lange, bis ich das Buch entdeckte, das mir den Weg ebnen sollte: Patañjalis Yoga-Sutra. Durch die Lektüre entdeckte ich den achtgliedrigen Pfad des Yoga für mich, sowie die Yogastile in der Tradition von Sri T. Krishnamacharya. Ich besuche Workshops mit Lehrern des Ashtanga Vinyasa, und setze sowohl eine sanfte Hatha als auch fortgeschrittene Iyengar Praxis fort, da ich diese als Ergänzungen zu den traditionellen Ashtanga Serien betrachte. Meine persönliche Sādhana beinhaltet heutzutage tägliches Āsana, Prānāyāma und Meditation. Im letzten Jahr mußte meine Āsana Praxis durch eine schwere Erkrankung zurücktreten, und machte Platz für vertiefte Prānāyāma- und Meditationspraxis. Nun erlebe ich Yoga rigoros und doch unpragmatisch, persönlich und doch traditionell, denn für mich ist Yoga großzügig und vielfältig, so dass es zum Wohle aller eingesetzt werden darf. Yoga ist für mich in erster Linie Indiens großzügigstes Geschenk an die Menschheit. Genau wie Kunst ist Yoga äußere Form und innere Freiheit, und wie Kunst bedeutet Yoga für mich auch, in Momenten der Stille nie aufzuhören, sich selbst sanft aber beständig herauszufordern, sich in immer neue Räume zu bewegen – ein notwendiger Schritt der Evolution zu immer mehr Komplexität. Yoga ist Integrität, wie ich sie mir für alles Leben wünsche.