3. Serie - Sthira Bhaga

urdhva dhanur-asana
ऊर्ध्व धनुरासन

ūrdhvaAdjektivaufgerichtet, aufrecht, erhoben
dhanusSubstantiv MaskulinBogen
āsanaSubstantiv NeutrumSitz, Haltung

Besonderheit: Ūrdhva Dhanurāsana ist die letzte Haltung einer jeden Serie. Dennoch gehört sie traditionell zur Serie und nicht zur Abschlusssequenz gehört. Denn Ūrdhva Dhanurāsana wird noch mit intensiver Atmung praktiziert. Die Abschlusssequenz hingegen dient auch dazu allmählich zur Ruhe zu finden.

Im Traditionellen Count: Beginne direkt aus dem Halt des “Nach unten blickenden Hundes” der vorherigen Bewegungsfolge

Vinyāsa 7 - Einatmung, Ausatmung:
Stoße Dich einatmend aus dem Halt des “Nach unten blickenden Hundes” ab. Gleite so nach vorne oben in eine Balance auf den Händen. Senke mit der Ausatmung Deine Beine, während Du diese fest geschlossen hältst und Deine Arme in die Länge schiebst. So kannst Du die immer noch gestreckten Beine zwischen den Armen durch nach vorne schwingen. Nutze die Bewegung und lege Dich flach auf dem Rücken ab. Behalte dabei die Spannung in Deinem Körper.

Vinyāsa 8 - Einatmung, Ausatmung:
Hebe einatmend Deine Beine und Arme senkrecht zur Decke. Platziere Deine Füße möglichst dicht an Deinem Becken und Deine Hände möglichst dicht neben Deinen Ohren.

Versuche: Um bereits in diesem Vinyāsa Deine maximale Rückbeuge im Rumpf aufzubauen drücke  Schultern und Becken fest auf den Boden. Diese tiefe Rückbeuge trage in das nächste Vinyāsa. Platziere hierbei Deine Hände so, dass Deine Finger deutlich zur Seite weisen. Diese Handhaltung unterstützt die Mitbewegung Deiner Schulterblätter. Um im Iliosakralgelenk Bewegungsfreiheit zu schaffen stelle Dich auf Deine Fußballen anstatt der ganzen Füße.

Vinyāsa 9 - Einatmung, 5 Atemzüge, Einatmung :
Hebe dann einatmend erst Dein Becken an, indem Du mit Deinen Füßen in den Boden drückst. Strecke dann Deine Arme und hebe so Deine Schultern an. Versuche Arme und Beine aktiv zu strecken. Verweile hier bis zur fünften Ausatmung und noch einer weiteren Einatmung.

Beachte: Aktiviere Deine Beine durch die Vorstellung Deine Knie zu strecken und mit den Füßen den Boden wegzuschieben. Doch in Vorbereitung auf das nächste Vinyāsa wichtiger ist die Aktivität Der Arme. Schiebe Deine Arme, von den Schulterblättern ausgehend, bewusst in die Länge und drehe Deine Achselhöhlen zueinander. Dies erleichtert das Mitbewegen der Schulterblätter und schützt Dein Schultergelenk. Weite Dein Herz und blicke Richtung eigener Füße. Du wirst merken wie so mehr Gewicht auf Deine Hände kommt und Du bereit bist für Vinyāsa 10.

Vinyāsa 10 - Ausatmung:
Verlagere nun einatmend Dein Gewicht auf Deine Hände. Deine Füße lösen sich so vom Boden. Ziehe sie zum Kopf, während Du mit dem Herzraum nach vorne durch die Arme durchtauchst. So findest Du die Balance auf den Händen.

Vinyāsa 9 und 10 - Drei bis fünf Wiederholungen:
Senke Dich wieder rückwärts in Vinyāsa 9 ab und hebe Dich so drei bis fünf mal in Vinyāsa 10 an. Verweile dabei stets bis zur fünften Ausatmung in Ūrdhva Dhanurāsana, also am Ende von Vinyāsa 9.

Vinyāsa 11:
Schließlich senke Deine Füße auf der anderen Seite mit einer Ausatmung ab. So erreichst Du die stehende Vorbeuge.

Samasthitiḥ:
Eine Einatmung und Ausatmung führt Dich in den neutralen Stand Samasthitiḥ.

Im traditionellen Count: Wechsele hier direkt weiter in den Bewegungsfluss der nächsten Haltung.

Wirkung: Ūrdhva Dhanurāsana, der nach oben gerichtete Bogen, rundet Deine Praxis wie ein kleines Ritual ab. Eine tiefe Rückbeuge, anschließend eine intensive Vorbeuge schaffen Balance in Deinem Körper.


Fotograf: Richard Pilnick - www.richardpilnick.com

Nachrichten und Bewertungen

Deine Bewertung:

  • Hallo, Ronald! Das ganze Projekt ist wie immer beeindruckend! Vielleicht überlegt ihr euch mal, all diese Angaben zu den Asanas in den einzelnen Serien in Heftform zu veröffentlichen (???). Das würde [...] Hallo, Ronald! Das ganze Projekt ist wie immer beeindruckend! Vielleicht überlegt ihr euch mal, all diese Angaben zu den Asanas in den einzelnen Serien in Heftform zu veröffentlichen (???). Das würde sicherlich viele Praktizierende freuen.
    (Hier bei der Brücke habt ihr versehentlich den Text zu Paścimottānāsana abgedruckt.)

    • Danke Dir. Da steckt wirklich unheimlich viel Enthusiasmus dahinter. :)
      - und diesen Fehler habe ich gleich korrigiert. Danke Dir. Danke Dir. Da steckt wirklich unheimlich viel Enthusiasmus dahinter. :)
      - und diesen Fehler habe ich gleich korrigiert. Danke Dir.