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Was genau steht hinter der uralten Tradition des Ashtanga Yoga? Und wie wird diese noch heute in Mysore gelebt? Mysore Yoga Traditions bietet bislang einzigartige Einblicke.

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Dauer 1:22 Stunden
Art des Video Dokumentarfilm

Mysore Yoga Traditions: die Philosophie des Ashtanga Yoga

Tradition vs. Innovation im Ashtanga Yoga – dieser scheinbare Gegensatz ist nach wie vor Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Genauso wie die Frage: Wie traditionell ist das, was wir heute im Westen als Ashtanga Yoga praktizieren eigentlich? Und gibt es den einen „authentischen“ Mysore Style überhaupt?

Mysore Yoga Traditions führt hinter die Kulissen und forscht genau dort nach, wo die für den Ashtanga Yoga typischen Übungsserien entstanden sind und auch heute noch gelehrt werden. Den Zuschauer erwartet eine Reise ins indische Mysore, die Wiege des Ashtanga Yoga und der dahinterstehenden Philosophie. Dabei bietet sich ein faszinierender Einblick in das kulturelle Leben der Mysore Community und die Vielschichtigkeit einer uralten, gleichzeitig aber dennoch lebendigen und keineswegs verstaubten Tradition.

US goes Mysore – eine Vision wird wahr

Auch wenn es auf den ersten Blick verblüffend scheinen mag: Die Idee für diesen Film entstand keineswegs in Mysore selbst, sondern fast 15.000 Kilometer entfernt im US Bundesstaat Oklahoma. Dort lebt und unterrichtet Andrew Eppler, der selbst auf eine über 30jährige Yogapraxis zurückblicken kann und in Mysore sowohl bei Patthabi Jois als auch BNS Iyengar lernen durfte. Gerade zu BNS Iyengar entwickelte sich über die Jahre hinweg eine sehr enge Verbindung und so entstand die Idee, einen Film über Iyengars Lehrtätigkeit zu drehen.

Bei der Durchführung musste das Team um Andrew jedoch zahlreiche Rückschläge hinnehmen. So erklärte sich Iyengar nach dreijähriger Vorlaufzeit im Frühjahr 2016 schließlich dazu bereit, einen Kurzfilm über sein Leben und Unterrichten zu drehen. Zwei Wochen vor der geplanten Abreise erhielt Andrew jedoch die Nachricht, dass „Guruji“ seine Meinung geändert hatte und nun keinesfalls eine Biographie über sein Leben wollte. Das Team entschied sich nach einigem Überlegen dennoch dazu, nach Mysore zu fahren, dort Zeit mit Iyengar zu verbringen und vor Ort zu sehen, wie sich die Sache entwickeln würde. Eine sehr gute Entscheidung wie sich später herausstellen sollte…

Vom Kurzfilm zur Dokumentation

Denn in der Tat war es so, dass Iyengars Widerstreben, über sich selbst und sein Leben zu sprechen, das Projekt als solches für viele Vertreter des Ashtanga Yoga und der dahinterstehenden Philosophie um ein vielfaches interessanter machte. So hatte das Film-Team letztendlich die Gelegenheit, mit zahlreichen Sanskrit-Gelehrten und anderen hochrangigen Vertretern der Ashtanga Tradition zu sprechen und diese Interviews im Film festzuhalten. Auf diese Weise entstanden ist ein in dieser Form bislang einzigartiges Porträt der Ashtanga und Philosophie Community von Mysore.

Zentral bei der Durchführung des Projekts war dabei die Unterstützung durch Kanchen Mala, der Assistentin von BNS Iyengar. Mit ihrer Hilfe gelang es, erste Kontakte zu knüpfen und das anfängliche Misstrauen vieler Inder dem US-amerikanischen Filmteam gegenüber zu überwinden. Hier war gerade die Angst, dass die heilige Tradition kommerzialisiert und in einer „weichgespülten“, an den westlichen Markt angepassten Form präsentiert werden würde besonders groß und es bedurfte auch in den Interviews einiges an Fingerspitzengefühl, wie Andrew rückblickend berichtet.

Das Ergebnis: Der finale Film

Nach zahllosen Stunden der Nachbearbeitung ist letztendlich eine beeindrucke Film-Dokumentation entstanden, die zweifelsohne nicht nur für aktiv praktizierende Ashtangi Yogis interessant ist. Realisiert wurde dieses Projekt neben Andrew Eppler von Dallos Paz (Videographie), Bryce Delrdige (Sound), Joey Paz (Sound) und Kelly O’Roke (Still Photography). Bei allen Team-Mitgliedern handelt es sich um passionierte Ashtanga Yogis mit einer langjährigen Asana Praxis und einer großen Liebe für diese Tradition und ihre Philosophie. So wurde das Projekt auch mit einem Minimum an externer Unterstützung realisiert und konnte letztendlich nur durch unzählige Stunden unbezahlter Arbeit und den Einsatz eigener finanzieller Rücklagen der Crew zum Abschluss gebracht werden.

Die Motivation dahinter? Einen vorurteilsfreien und direkten Blick auf die Welt des Ashtanga Yoga, seine Philosophie und Tradition zu geben. Oder in den eigenen Worten des Teams:

“We wanted to give the people of Mysore an unbiased voice to express their views about their own tradition. So much has been said by western scholars and many of the views expressed are contentious for the people of Mysore. More than that we wanted to learn for ourselves just how yoga is viewed and regarded in the culture it comes from. We were very curious about this great gift of yoga that has had such a profound impact on our lives and wanted learn about its history and background. We sincerely hope to make a contribution to the international yoga community and help create a more complete, balanced and accurate view of yoga.”

[Wir wollten den Menschen in Mysore eine unabhängige Plattform bieten und somit die Gelegenheit geben, selbst zum Ausdruck zu bringen, was die Tradition für sie bedeutet. Es ist schon mehr als genug von Wissenschaftlern aus dem Western über die Tradition gesagt worden und viele dieser Ansichten werden von den Menschen in Mysore in dieser Form nicht geteilt. Darüber hinaus wollten wir für uns selbst erfahren, wie der Yoga in der Kultur, aus der er ursprünglich stammt, gesehen und weiter getragen wird. Wir waren sehr neugierig darauf, mehr über dieses großartige Geschenk, das einen so unglaublichen Einfluss auf unser Leben gehabt hat, sowie seine Geschichte und Hintergründe zu erfahren. Wir hoffen aufrichtig, dass wir damit einen Beitrag für die internationale Yoga-Gemeinschaft leisten können und dabei mithelfen, eine umfassendere, ausgewogene und akkurate Sicht auf den Yoga zu ermöglichen.]

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