1. Serie (Yoga Chikitsa)

setu bandhasana
सेतु बन्धासन

setuSubstantiv MaskulinBrücke
bandhaSubstantiv Maskulinverbunden, binden, verbindend, gebunden, gespannt
āsanaSubstantiv NeutrumSitz, Haltung

Besonderheit: Diese Haltung scheint erst in den 70er / 80er Jahren Teil der ersten Serie geworden zu sein. Auch wenn Sri K. Pattabhi Jois stets betonte, die Serie unverändert weiterzugeben, so sind doch kleinere Änderungen kaum übersehbar.

Im Traditionellen Count: Beginne direkt aus dem Halt des “Nach unten blickenden Hundes” der vorherigen Bewegungsfolge

Vinyāsa 7 - Einatmung, Ausatmung:
Stoße Dich einatmend aus dem Halt des “Nach unten blickenden Hundes” ab. Gleite so nach vorne oben in eine Balance auf den Händen. Senke mit der Ausatmung Deine Beine, während Du diese fest geschlossen hältst und Deine Arme in die Länge schiebst. So kannst Du die immer noch gestreckten Beine zwischen den Armen durch nach vorne schwingen. Nutze die Bewegung und lege Dich flach auf dem Rücken ab. Behalte dabei die Spannung in Deinem Körper.

Vinyāsa 8 - Einatmung, Ausatmung:
Hebe einatmend Dein Beine und Deinen gesamten Oberkörper an. Setze ausatmend Deine Schädeldecke auf dem Boden auf, ohne mit dem Becken den festen Kontakt zum Boden zu verlieren. Platziere Deine Füße so auf dem Boden, dass die Zehen etwa rechtwinklig zur Seite zeigen. Die Knie sind dabei so weit gebeugt, dass die Fußaußenkante fest mit dem Boden Kontakt aufbauen kann. Greife mit Deinen Händen über Kreuz zur Schulter der Gegenseite.

Vinyāsa 9 - Einatmung, 5 Atemzüge, Einatmung :
Bewahre die Spannung und Rückbeuge in Deinem Rumpf, während Du Deine Fußaußenkanten gegen den Boden schiebst. So hebst Du einatmend Dein Becken nach oben. Schließlich sind Deine Beine vollständig gestreckt. Verweile hier bis zur fünften Ausatmung und noch einer weiteren Einatmung.

Beachte: Die Halswirbelsäule ist ein durchaus fragiles Gebilde. Wenn Du Dich also unsicher fühlst, bleibe in Vinyāsa 8 und aktiviere bewusst hier die Muskulatur Deiner Körperrückseite. So baust Du langsam Stabilität auf. Möchtest Du Dich dann weiter in Vinyāsa 9 anheben, sollte die gleiche Spannung über die Körpervorderseite und die Körperrückseite verlaufen. Halte also die Vorderseite des Halses und Deinen Bauch bewusst aktiv. Die entstehende Spannung rings um Deinen Rumpf und Hals hält jeden Wirbel in Schwebe und ermöglicht es, die hier entstehende Herausforderung zu meistern.

Vinyāsa 10 - Ausatmung:
Senke Dich ausatmend mit dem Becken voran wieder ab, indem Du Deine Beine wieder anbeugst. Behalte dabei die Spannung und Rückbeuge in Deinem Rumpf. 

Vinyāsa 11 bis 14:
Rolle rückwärts (Cakrāsana) und folge dem Dir bereits bekannten Bewegungsfluss bis in den Halt im “Nach unten blickenden Hund”.

Im traditionellen Count: Wechsele hier direkt weiter in den Bewegungsfluss der nächsten Haltung.

Wirkung: Setu Bandhasana, die gespannte Brücke, baut Stabilität im gesamten Rumpf, vor allem jedoch in der Halswirbelsäule auf.

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