1. Serie (Yoga Chikitsa) - NEU

paschimottanasana
पश्चिमोत्तानासन

paścimaAdjektivhinterher, hintere, letzter, westlich
uttānaAdjektivausgestreckt
āsanaSubstantiv NeutrumSitz, Haltung

Besonderheit: Paścimottānāsana ist die Gegenhaltung zur intensiven Rückbeuge (ūrdhva dhanurāsana) zuvor. Die Haltung stellt den Übergang zur viel ruhigeren Abschlusssequenz dar. Sie lädt ein zum längeren Verweilen. Viele Praktizierende bleiben daher hier länger als fünf Atemzüge. Wenn Sri K. Pattabhi Jois einen Übenden bei Ūrdhva Dhanurasana unterstützte, noch intensiver an der Haltung zu arbeiten, so leitete er diesen an, anschließend direkt, also ohne die Vinyāsa Abfolge dazwischen, direkt in die Gegenhaltung zu wechseln. Mit einer kleinen Rückenmassage unterstützte Pattabhi hier. Diese Tradition des direkten Wechselns - ohne Vinyāsa - übernehmen viele Übende, auch ohne Hilfestellung bei Ūrdhva Dhanurāsana

Direkt aus dem Halt des nach unten blickenden Hundes der vorherigen Bewegungsfolge.

Vinyāsa 7 – Einatmung, Ausatmung, Einatmung:
Stoße Dich einatmend aus dem Halt des “Nach unten blickenden Hundes” ab und gleite in eine Balance auf Deinen Händen. Senke Dich dann ausatmend langsam zwischen Deinen Armen hindurch ab. Vervollständige die Bewegung mit einer Einatmung, indem Du Deine Beine nach vorne ausstreckst. Stemme Deine Hände fest in den Boden, lasse Deine Wirbelsäule gerade nach oben wachsen.

Vinyāsa 8 - Ausatmung, Einatmung:
Greife ausatmend mit gestreckten Armen zu Deinen Füßen. Strecke einatmend Deine Wirbelsäule lang nach oben.

Versuche: Du kannst jede der Handhaltungen von Paścimottānāsana A bis D in dieser Haltung erproben. Besonders bewährt hat sich auch ein Griff, bei dem Du die Hände vor den Füßen verschränkst und den Daumen zwischen großem Zeh und Zeigezeh wieder nach hinten fädelst.

Vinyāsa 9 - Ausatmung, 5 Atemzüge:
Senke Dich nun ausatmend, vom Becken beginnend, mit langer Wirbelsäule nach vorne. Lasse bis zur fünften Ausatmung Deine Schädeldecke Richtung Zehen wachsen.

Versuche: Diese Haltung lädt auch zu einem längeren Verweilen ein. Du kannst also auch 10 Atemzüge oder länger die entstehende Länge der Wirbelsäule genießen.

Vinyāsa 10 - Einatmung, Ausatmung:
Richte Dich vom Herzraum beginnend einatmend wieder auf. Wenn Deine Arme die Streckung erreicht haben, atme aus.

Vinyāsa 11 bis 14:
Folge dem Dir bereits bekannten Bewegungsfluss bis in den „Nach unten blickenden Hund“.

Im traditionellen Count: Wechsele hier direkt weiter in den Bewegungsfluss der nächsten Haltung.

Wirkung: Die vorherige Rückbeuge schafft Länge vor allem an der Vorderseite des Körpers. Nun entsteht in Pa"cimottānāsana diese Länge an der Körperrückseite. Die Wirbelsäule insgesamt erfährt Entlastung.

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