×
Praxis

In bunten Tüchern abheben, sich treiben lassen und neue Energie wecken – mit Aerial Yoga ist dies nun auch im AYI Ulm möglich. Entdecke vielfältige Optionen für Rückbeugen, akrobatische Spielereien und Co.

Wir heben ab! Aerial Yoga im AYI®

Am 9.7.2016 ist es soweit: Das AYI® Sommerfest steht vor der Tür und damit auch die Gelegenheit zum Yogieren, Probieren, Experimentieren, Spaß haben, kulinarisch Genießen,…. Gleichzeitig hängen zum ersten Mal unsere neuen bunten Tücher im AYI® Übungsraum. Mit ihnen werden wir gemeinsam „abheben“, uns beim Aerial Yoga in ungeahnte Höhen begeben und schwerelos Losgelöstheit und Leichtigkeit erfahren.

Was ist Aerial Yoga?

Aerial Yoga ist eine neue und innovative Entwicklung: Mit Hilfe eines leicht dehnbaren Seidentuchs werden Übungen aus Akrobatik, Tanz, Yoga und Pilates „tänzerisch“ kombiniert und umgesetzt. Auf diese Weise entsteht ein Spiel mit der Schwerkraft, dem Loslassen und Abgeben des eigenen Körpergewichts an das Tuch. Das Tuch dient dabei stets als unterstützendes Hilfsmittel, es fördert Kraft und Beweglichkeit, entlastet den Rücken und macht viel Spaß und gibt Lebensfreude. Mit anderen Worten, es ist einerseits „Trainingsgerät“ im klassischen Sinn, andererseits jedoch auch Unterstützung beim Loslassen und Entspannen.

Der Ursprung der Idee

Entstanden ist dieser neue Trend in den USA: Der Amerikaner Christopher Harrison war, inspiriert von B.K.S. Iyengar, auf der Suche nach einem neuen Hilfsmittel und begann, Übungen mit Unterstützung eines abgehängten Tuches tänzerisch auszuführen. Aus dem Zirkus kennen wir dies bereits als Vertikaltuch, mit dem die Artisten von der Zirkuskuppel herabschweben, um sich dann elegant und kraftvoll in das Tuch zu wickeln und sich erneut in die Höhe zu schrauben. Dieser Ansatz wird im Aerial Yoga aufgenommen und modifiziert: Das Tuch dient hier nun als eine Art „Hängematte“ und wird an zwei Seiten von der Decke abgehängt. In der entstehenden Schlaufe lassen sich dank der Schwerkraft eine Reihe von Yogapositionen, insbesondere Rückbeugen, viel leichter als am Boden ausführen und es eröffnen sich gleichzeitig spannende neue Perspektiven.

Aus den USA nach Ulm – Aerial Yoga im AYI® Institute

Der Trend aus den USA hat nun also auch das AYI® gepackt und unsere beiden Lehrerinnen Ingrid und Madeleine sind Feuer und Flamme. Vor allen Dingen das „runter kommen“ liegt Ingrid mit Ihrem Unterricht am Herzen. Die Ulmerin lebt hier seit sieben Jahren und unterrichtet seit fast fünf Jahren Asthanga Yoga. Von Berufswegen Berufsschullehrerin „steht“ die aktive Yogini privat auf Stand Up Paddling, Vertikaltuch und Handstandakrobatik. In Ihrem anstehenden „Sabbatjahr“ möchte sie sich, neben dem Reisen, all diesen Dingen und natürlich dem Yogaunterricht widmen. Sie wird von daher bald zusammen mit Madeleine, die ihr assistiert und sie vertreten wird, Aerial Yoga unterrichten.

Spielerisch den Tanz mit dem Tuch entdecken

Madeleine war auch diejenige, die den Stein ins Rollen gebracht hat: Bereits in Frankfurt hatte sie das Tuch in einem Fitnessstudio für sich entdeckt und spontan entschlossen: "So etwas braucht es auch für zu Hause." Nach dem Umzug in die neue Heimat Ulm fand das Tuch aufgrund mangelnder Deckenbefestigung allerdings zunächst keinen Einsatz mehr. Bis die - inzwischen selbst angehende Yogalehrerin - sowohl in der Ashtanga Praxis als auch im AYI® Ulm ein neues Zuhause fand, das den Neustart erheblich erleichterte. Und darüber hinaus auch viel Platz und hohe Decken bot... Rein spaßeshalber hängte Madeleine das Tuch letztendlich probehalber im AYI® Übungsraum und begann, spielerisch damit zu üben.

Der Weg zu einem neuen Konzept

Inspiriert von Madeleine hatten plötzlich mehr und mehr Yogis Lust, sich im bis dato einzigen Tuch der Schwerelosigkeit hinzugeben und zu experimentieren. Ganz zur Freude von Ingrid, die seit geraumer Zeit diverse Workshops und Fortbildungen zum Thema Aerial Yoga besucht hatte. Die Idee für ein neues Angebot war somit geboren. Es folgte eine Anfrage an Melanie und Ronald, ob die beiden sich vorstellen könnten, Aerial Yoga im AYI® mit aufzunehmen und dem neuen Projekt stand nichts mehr im Wege.

Aerial Yoga im AYI® – wie geht es weiter?

Nach dem Auftakt beim Sommerfest am 09.07. wird AYI® Aerial Yoga immer:

donnerstags von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr mit Madeleine und Ingrid stattfinden. Ein kleines Probefliegen gibt es schon am Donnerstag, den 07.07., um 18 Uhr.

Es stehen insgesamt 17 Tücher zur Verfügung, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Über Zusatztage am Wochenende werden wir regelmäßig über die Homepage informieren. Aus hygienischen Gründen sowie zum Schutz der eigenen Haut bitten wir Dich, zum Üben eine lange Hose sowie ein T-Shirt mitzubringen und Schmuck und Uhren abzulegen.
Für wen ist Aerial Yoga geeignet? Prinzipiell kann jeder Aerial Yoga ausführen, Vorsicht ist lediglich geboten bei Innenohrproblemen, erhöhtem Augeninnendruck, Schwangerschaft oder Herzproblemen.

AYI® Aerial - Was genau ist das?

AYI® Redakteurin Sandra stellt Ingrid und Madeleine einige Fragen zum AYI® Aerial Yoga.

Sandra: Wenn ich Aerial Yoga praktiziere, ist dann der Kraftaufwand geringer als bei den üblichen Asanas?

Madeleine: Nein, der Kraftaufwand ist ganz anders. Es fängt schon mit der Fingerkraft an, die Du brauchst, um das Tuch halten zu können. Gleiches gilt für die Armkraft.

Ingrid: Es kommt ganz darauf an: Im Aerial Yoga kann man sehr kräftigende aber auch sehr ruhige Phasen erleben. Wir werden die Asanas eher tänzerisch und akrobatisch umsetzen.

Sandra: Wofür ist Aerial Yoga gut?

Ingrid: Also der Druck des Tuches regt zum Beispiel den Lymphfluss um das Becken herum an oder aber es wird der Lymphabfluss z. B. durch Bauchmuskelarbeit angeregt. Dazu ist es eine gute Bindegewebsmassage, das Dehnen und Drücken wirkt letztendlich wie Faszientraining. Du entlastest den Nacken und arbeitest mit Deinem eigenen Körpergewicht. Die Arbeit mit dem Tuch gibt Dir dabei Sicherheit und Vertrauen, berührt sogar Dein tiefstes Inneres. Die Partnerübungen werden auch dazu beitragen, dass Du Dich als der Übende „unterstützt“ und sicher fühlst. Zudem kräftigen und dehnen wir einzelne Muskelpartien – speziell den Rücken, den Bauch und die Oberschenkel. Das Üben kann ergänzend zum Ashtanga Yoga aber auch völlig eigenständig erfolgen.

Madeleine: Darüber hinaus erzeugt das „Spiel mit dem Tuch“ einfach gute Laune. Wichtig ist sicherlich, dass Du nach dem Aerial Yoga genug trinkst. Denn dies trägt dazu bei, die Lymphe beim Stoffwechsel zu unterstützen.

Sandra: Werdet ihr weitere Hilfsmittel einsetzen?

Madeleine: Ja, vielleicht zur Entspannung etwas Musik ;-).

Sandra: Gibt es Kontraindikationen, die zu beachten sind?

Ingrid: Ja, Du solltest vor allem bei Schwindelgefühlen Acht geben, denn Rückwärtsbeugen können unter Umständen Übelkeit erzeugen. Allerdings muss man einfach auch einige Male üben, bis sich der Körper an das schwebende Gefühl gewöhnt hat. Und manchmal verursacht das Schaukeln im Tuch ein paar blaue Flecken. Nur Herzkreislauferkrankte oder Menschen mit hohem Augeninnendruck sollten nicht üben.

Sandra: Was sind im AYI® die nächsten Schritte bzw. Aufgaben hinsichtlich Aerial Yoga?

Ingrid: Wir werden zukünftig, neben dem regulären Unterricht, auch Workshops veranstalten. Darüber hinaus hat mich Ronald mit der Aufgabe betraut, eine AYI® Aerial Yoga Basis-Serie zu entwickeln. Diese wird sich an der AYI® Innovationserie orientieren, also beispielsweise auch mit Surya Namaskara A und B beginnen. Die Übungen sollen im selben „Count“ anwendbar sein und auch Bandhas, Dristis und die Ujjayi-Atmung werden die Begleiter dieser Übungspraxis sein. Vielleicht könnte daraus sogar eine eigene AYI® Aerial Übungskarte entstehen. ;-)

Madeleine: Das Tolle ist, durch AYI® Aerial Dich an Übungen zu versuchen, die Du auf der Matte noch nicht meisterst oder die Du verbessern möchtest. Beim AYI® Aerial Yoga kannst Du die Schwerkraft für Dich arbeiten lassen. Am Anfang ist das vielleicht etwas ungewohnt. Jedoch können wir Körperhaltungen (Asanas) ganz fließend und spielerisch erarbeiten. Das ist eine grandiose Erfahrung, macht Spaß und hat einfach „Suchtfaktor-Garantie“!

Sandra: Welche Asanas kann ich beim Aerial Yoga vor allem üben?

Madeleine: Vorwiegend die Rückbeugen und Umkehrhaltungen. Wie zum Beispiel den „Wasserfall“, Triconasana, Handstandvariationen oder Setu Bandha Sarvangasana – also Übungen, die vielleicht auf der Matte noch nicht klappen, aber im Tuch funktioniert‘s dann.

Ingrid: Natürlich gibt es für die meisten der klassischen Asanas auch eine Variante im Tuch. Darüber hinaus kannst Du Dich an kraftvolle Übungen wie z. B. Klimmzüge heranwagen. Dynamische und tänzerische Bewegungsabläufe, vielleicht sogar eine Asana-Choreografie, sind ebenfalls denkbar. Am Ende der Praxis hilft Dir das Tuch noch für eine schwebende Entspannung.

Aerial Yoga – eine weitere Innovation im AYI®

Mit Aerial Yoga wird es künftig also eine weitere innovative Übungsmöglichkeit im AYI® geben. Die Dr. Ronald Steiner natürlich selbst als einer der Ersten ausprobiert hat und die ihn ebenfalls fasziniert: Diese Art von Körperspannung und Körpergefühl ist ganz neu, sagt er. Man fühlt sich so leicht und die Übungen gelingen mühelos. Er freut sich sehr, mit Ingrid, einer Sportlerin mit Leib und Seele, und Madeleine, zwei Yoginis gefunden zu haben, die mit uns neue Wege gehen. Ganz klar soll das Aerial Yoga dabei eine Art Ergänzung für unsere Ashtanga Yogis sein. Für neue Yogis ist dieser innovative Yoga-Stil – angelehnt an AYInnovation® – aber natürlich auch ein völlig neuer Kursansatz, den wir zusätzlich zum Ashtanga Yoga anbieten.

Wir wünschen euch allen viel Spaß beim AYI® Aerial Yoga und freuen uns auf das gemeinsame Fliegen!

Veröffentlichungs Ort

AYI Schulen

AYInstitute® Ulm

Frauenstraße 124, 89073 Ulm, Deutschland