Jālandharabandha ist eine Technik um Energie im subtilen Körper zu lenken. Die Lebensenergie bleibt in der Kopfregion gespeichert und tropft nicht ab in das Feuer im Bauch, das diese fortwährend aufbraucht.

Dattatreyayogashastra
kaṇṭham Akkusativ Singular
kaṇṭhaSubstantiv Maskulin
Hals
ākuñcyaAbsulotiv
āPräfixkuñcVerbalwurzel
gedrückt habend
hr̥dayeLokativ Singular
hr̥dayaSubstantiv Maskulin
ans Herz
sthāpayet3. Person Optativ Singular
sthāVerbalwurzel
er möge ausharren
dr̥ḍham Akkusativ Singular
dr̥ḍhaAdjektiv
fest
icchayāInstrumentalis Singular
icchāSubstantiv Feminin
dabei das Verlangen unterdrücken
jālandharaḥNominativ Singular
jālandharaSubstantiv Maskulin
Jālandhara
bandhaḥNominativ Singular
bandhaSubstantiv Maskulin
Band
eṣaḥNominativ Singular
etadPronomen
dies
amr̥taTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
amr̥taSubstantiv Maskulin
Unsterblichkeit
dravaTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
dravaSubstantiv Maskulin
Flüssigkeit, Saft
pālakaḥNominativ Singular
pālakaSubstantiv Maskulin
Hüter, Wächter

Den Hals fest ans Herz gedrückt habend möge er ausharren [und] hierbei das Verlangen unterdrücken. Dies ist das Jālandhara-Band.
Es ist der Hüter des Unsterblichkeitssaftes (amr̥ta-drava).

nābhiTatpuruṣa-Kompositum Lokativ
nābhiSubstantiv Maskulin
Nabel
sthaKarmadhāraya-Kompositum
sthaAdjektiv
befindlich
agniḥNominativ Singular
agniSubstantiv Maskulin
Feuer
kapālasyaGenitiv Singular
kapālaSubstantiv Maskulin
des Schädels
sahasraKarmadhāraya-Kompositum
sahasraZahlwort
tausend
kamalaKarmadhāraya-Kompositum
kamalaSubstantiv Maskulin
Lotus
cyutamAkkusativ Singular
cyutaAdjektiv
herauskommend, tropfend
cyutaPartizip Perfekt Passiv
cyuVerbalwurzel
herausgekommen, herausgeträufelt
cyuVerbalwurzelherauskommen, hinausfließen, herausträufeln
amrṭamAkkusativ Singular
amr̥taSubstantiv Maskulin
Nektar der Unsterblichkeit
sarvadā
sarvadāAdverb
immerdar
tāvat
tāvatPronomen
so lange
antar
antarAdverb
inneres
jvalati3. Person Singular Indikativ Präsens
jvalVerbalwurzel
es glüßt, es leuchtet, es brennt
dehināmGenitiv Plural
dehinSubstantiv Maskulin
der Körperträger

Solange der Nektar der Unsterblichkeit (amr̥ta) fortwährend vom tausendblütrigen Lotus des Schädels herausfließt, brennt das innere beim Nabel (nābhi) befindliche Feuer (agni) der Körperträger.

yathā
yathāAdverb
wie
ca
caPartikel
und
agniḥNominativ Singular
agniSubstantiv Maskulin
das Feuer
tatAkkusativ Singular
tadPronomen
den
amr̥tamAkkusativ Singular
amr̥taSubstantiv Maskulin
den Nektar der Unsterblichkeit
na
naPartikel
nicht
pibet 3. Person Optativ Singular
Verbalwurzel
es möge aufbrauchen, es möge konsumieren
tu
tuPartikel
so
pibet 3. Person Optativ Singular
Verbalwurzel
er möge es aufbrauchen, er möge es konsumieren
svayam
svayamPartikel
er selbst
yāti3. Person Singular Indikativ Präsens
Verbalwurzel
er geht
paścimaKarmadhāraya-Kompositum
paścimaAdjektiv
rückläufig
mārgeṇa;Instrumentalis Singular
mārgaSubstantiv Maskulin
durch den Weg
evam
evamPartikel
so, auf diese Weise
abhyāsataḥNominativ Singular
abhyāsaSubstantiv MaskulintasSuffix
durch Praxis
abhyāsaSubstantiv MaskulinPraxis
tasSuffixTaddhita-Suffix für Ablativ
sadā
sadāAdverb
fortwährend, stets
amr̥tamAkkusativ Singular
amr̥taAdjektiv
unsterblich
kurute3. Person Optativ Singular
kr̥Verbalwurzel
er macht
dehamAkkusativ Singular
dehaSubstantiv Maskulin
den Körper
jālandharamAkkusativ Singular
jālandharaSubstantiv Maskulin
Jālandhara~""""""""""~i~ataḥ
atasAdverb
deshalb, in Folge dessen
abhyaset3. Person Optativ Singular
abhiPräfixāsVerbalwurzel
er möge üben

Und damit das Feuer (agni) den Nektar der Unsterblichkeit (amr̥ta) nicht aufbrauchen würde, möge der Yogi es selbst aufbrauchen. Durch konstante Praxis auf diese Weise geht er durch den rückläufigen Weg und macht den Körper (deham) unsterblich (amr̥ta). Deshalb sollte man Jālandhara üben.

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