4. Serie - Sthira Bhaga

padangushtha dhanur-asana
पादाङ्गुष्ठ धनुरासन

pādāṅguṣṭhaSubstantiv Maskulin
pādaSubstantiv MaskulinaṅguṣṭhaSubstantiv Maskulin
große Zehe
dhanusSubstantiv NeutrumBogen
āsanaSubstantiv NeutrumSitz, Haltung

Mythologie: Dhanus heißt „Bogen“, pādāṅguṣṭha ist der „große Zeh“. Der Name wirkt technisch, trägt aber ein klares Prinzip: Große Form entsteht aus einem kleinen, präzisen Bezugspunkt. Der Bogen steht für gerichtete Kraft, der große Zeh für exakte Anbindung. Wenn der Griff sauber ist, wird Spannung gleichmäßig – und daraus entsteht Weite.

Im traditionellen Count: Beginne direkt aus dem Halt des Adho Mukha Śvānāsana der vorherigen Bewegungsfolge.

Vinyāsa 4 – Einatmung, Ausatmung:
Schiebe Dich einatmend in die schiefe Ebene und lege Dich ausatmend kontrolliert in die Bauchlage ab.

Vinyāsa 5 – Einatmung, 5 Atemzüge:
Greife einatmend die großen Zehen. Strecke Arme und Beine nach oben und richte Dich in Pādāṅguṣṭha Dhanurāsana A ein. Verweile bis zur fünften Ausatmung.

Tipp: Um die großen Zehen zu fassen greife erst mit den Ellenbogen dicht an Deiner Flanke von der Seite zur Fußaußenkante. Dabei weißt Deine Handfläche nach außen und Dein Daumen nach oben. Ziehe so den Fuß nah zu Deiner Schulter. Wiederhole den gleichen Bewegungsablauf mit der zweiten Seite. Dann rotiere erst einen, dann den anderen Ellenbogen nach oben. Strecke anschließend Arme und Beine. Wenn Du Spannung mit den Beinen nach hinten aufbaust entsteht eine angenehme Weite im Herzraum.

Im traditionellen Count: Der Bewegungsfluss geht von hier direkt in die nächste Haltung über.

Wirkung: Pādāṅguṣṭha Dhanurāsana A schafft Weite im Herzraum und der gesamten Körpervorderseite.


Fotograf: Richard Pilnick - www.richardpilnick.com

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