Mit zunehmender Meditationserfahrung, wähle ein feinstoffliches Objekt für Deinen Einstieg. Je nachdem ob im Zustand der tiefen Einheitserfahrung (samāpatti) noch Konzepte über dieses Objekt bestehen, befindest Du Dich im Zustand von Savicārkā Samāpatti oder Nrvicārkā Samāpatti.

Yoga Sutra 1: Über die vollkommene Einheitserfahrung
etayāInstrumentalis Singular Feminin
etadPronomen 3. Person
durch dieses
etadPronomen 3. Persondieser, diese, dieses
eva
evaPartikel
auch
savicārāNominativ Singular Feminin
savicāraAdjektiv
mit Erwägung
savicāraAdjektiv
saPräfixviPräfixcarVerbalwurzel
Überlegung, Erwägung
saPräfixmit
viPräfixhindurch, dazwischen
carVerbalwurzelsich bewegen, bewirken
nirvicārāNominativ Singular Feminin
nirvicāraAdjektiv
ohne Erwägung
nirvicāraAdjektiv
nisPräfixviPräfixcarVerbalwurzel
Überlegung, Erwägung
nisPräfixaußen, nach Außen, außerhalb, ohne
viPräfixhindurch, dazwischen
carVerbalwurzelsich bewegen, bewirken
ca
caPartikel
und
sūkṣmaKarmadhāraya-Kompositum
sūkṣma
subtil
viṣayāNominativ Singular Feminin
viṣayāAdjektiv
Bereich
viṣayāAdjektiv
viṣVerbalwurzel
Gebiet, Objekt, Bereich
viṣVerbalwurzelaktiv sein, machen, arbeiten
vyākhyātāNominativ Singular Feminin
vyākhyātaAdjektiv
erklärt
vyākhyātaAdjektiv
viPräfixāPräfixkhyātaAdjektiv
erklärt
viPräfixgetrennt, unterschiedlich, auseinander
āPräfixzu, hin, herbei
khyātaAdjektiv
khyāVerbalwurzel
genannt
khyāVerbalwurzelnennen

Durch dieses (etayā) [Zusammenfallen (samāpatti)] [ist] auch der subtile Bereich (sūkṣma-viṣayā) [im Zustand des Zusammenfallens (samāpatti)] erklärt (vyākhyātā): [Der meditative Zustand] mit Erwägung (savicārā samāpatti) und ohne Erwägung (nirvicārā samāpatti)x.

Dr. Ronald Steiner - historisch-wörtlich

x:Wieder bezieht sich Patañjali auf Satz 1.17:
  • Savicārā Samāpatti ist synonym mit Vitarka Saṁprajñāta aus Satz 1.17.
  • Nirvicārā Samāpatti ist synaonym mit Asmitā Saṁprajñāta aus Satz 1.17.


Deine Meditation kann durch Konzentration auf grobstoffliche oder auf feinstoffliche Objekte ihren Einstieg nehmen. Wählst Du ein feinstoffliches Objekt, so kommst Du zunächst in den Zustand, der Savicārā Samāpatti genannt wird. Lösen sich all Deine Konzepte über dieses Objekt auf, so tauchst Du schließlich in den Zustand von Nirvicāra Smāpatti ein.

Dr. Ronald Steiner - moderner Transfer


Damit ist auch die bedenkenbehaftete und bedenkenfreie (Samâpatti) erklärt, nur daß diese sich auf feine Objekte bezieht.

Paul Deussen - 1908


Just by this that which is (technically termed) ‘Deliberative’ (Savicāra) and (that termed) ‘Non-Deliberative’ (Nirvicāra), where the object Pondered, Instead of being Gross as in these two preceding cases) is ‘Subtile’ has been (Sufficiently) explained; The distinction between this pair, out of the four referred to at section 41F, being the Same as that between the other pair).

James R. Ballantyne - 1852

sūkṣmaKarmadhāraya-Kompositum
sūkṣmaAdjektiv
subtil
viṣayatvamNominativ Singular
viṣayatvaSubstantiv Neutrum
Objekthaftigkeit
viṣayatvaSubstantiv Neutrum
viṣayaSubstantiv MaskulintvaSuffix
Objekthaftigkeit
viṣayaSubstantiv Maskulin
viṣVerbalwurzel
Gebiet, Objekt
viṣVerbalwurzelaktiv sein, machen, arbeiten
tvaSuffixNomen Abstraktum: -heit, XY-haftigkeit
ca
caPartikel
und
aliṅgaTatpuruṣa-Kompositum Akkusativ
aliṅgaSubstantiv Neutrum
Merkmalslosigkeit
aliṇgaSubstantiv Neutrum
aPräfix li”nga |s Neutrum
Merkmalslosigkeit
aPräfixVerneinung
liṅgaSubstantiv Neutrum
liṅgVerbalwurzel
Merkmal, Zeichen
liṅgVerbalwurzelmalen, verändern
paryavasānamNominativ Singular
paryavasānaSubstantiv Neutrum
Ende
paryavasānaSubstantiv Neutrum
pariPräfixavaPräfixVerbalwurzel
Ende, Schluss
pariPräfixum herum
avaPräfixherunter, weg, fort
Verbalwurzelzu Ende gehen, anhalten

Und die subtile Objekthaftigkeit (sūkṣma-viṣayatva) [hat als] Ende die Merkmalslosigkeit (aliṇga-paryavasānam).

Dr. Ronald Steiner - historisch-wörtlich


Subtil und grobstofflich gehen dabei fließend ineinander über. Dein Meditationsobjekt kann bis zur Merkmalslosigkeit subtil sein - und sogar die Merkmalslosigkeit selbst kann noch Objekt Deiner Meditation werden.

Dr. Ronald Steiner - moderner Transfer


Ein feines Objekt zu sein erstreckt sich bis auf das Merkmallose (die Prakṛiti).

Paul Deussen - 1908


And ‘the having a Subtile object’ ends with the indissoluble.

James R. Ballantyne - 1852

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