Das zweite Kapitel des Yoga Sūtra widmet sich ganz einer systematischen Praxis (sādhana) durch die Du schließlich in die Einheitserfahrung (samādhi) eintauchen kannst.

Yoga Sutra
dvitīyaḥNominativ Singular
dvitīyaSubstantiv Maskulin
das Zweite
sādhanaTatpuruṣa-Kompositum Genitiv
sādhanaSubstantiv Neutrum
spirituelle Praxis
pādaḥNominativ Singular
pādaSubstantiv Maskulin
Kapitel

Das zweite (dvitīyaḥ) Kapitel (pādaḥ): Über die spirituelle Praxis (sādhana)

Dr. Ronald Steiner - historisch-wörtlich

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.1-2: Der Yoga des Handelns Yoga Sutra 2.1-2: Der Yoga des Handelns

Yoga Sūtra 2.1-2: Der Yoga des Handelns (kriyā-yoga)

Jede, auch ganz alltägliche Tätigkeit kann Dich zu einer magischen Erfahrung völliger Einheit führen. Du benötigst nur drei Zutaten … Dies ist der Yoga des Handelns (kriyā-yoga).

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.3-9: Leidvolle innere Tendenzen Yoga Sutra 2.3-9: Leidvolle innere Tendenzen

Yoga Sūtra 2.3-9: Leidvolle innere Tendenzen (kleśa)

Fünf innere Tendenzen (kleśa) bestehen in jedem von uns. Sie führen uns immer wieder ins Leiden. Sie sind: Unwissenheit (avidyā), Identifikation mit dem vergänglichen Ich (asmitā), Glaube an bedingtes Glück (rāga) oder an Fünf innere Tendenzen (kleśa) bestehen in jedem von uns. Sie führen uns immer wieder ins Leiden. Sie sind: Unwissenheit (avidyā), Identifikation mit dem vergänglichen Ich (asmitā), Glaube an bedingtes Glück (rāga) oder an bedingtes Leiden (veṣa) und Todesangst (abhiniveśa).

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.10-11: Wie Du leidvolle innere Tendenzen überwindest Yoga Sutra 2.10-11: Wie Du leidvolle innere Tendenzen überwindest

Yoga Sūtra 2.10-11: Wie Du leidvolle innere Tendenzen (kleśa) überwindest

Meditation (dhyāna) ist das beste Werkzeug, Deine leidvollen inneren Tendenzen (kleśa) zur Ruhe zu bringen. Fange am besten an, wenn diese Tendenzen in Dir relativ wenig aktiv sind.

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.12-14: Steuere Dein Leben Yoga Sutra 2.12-14: Steuere Dein Leben

Yoga Sūtra 2.12-14: Steuere Dein Leben

Durch gezieltes Handeln (kraman) kannst Du bewusst eine Grundlage legen für ein glückliches Leben, denn Dein Handeln legt die Grundlage für die Aktivität Deiner leidvollen inneren Tendenzen (kleśa).

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.15-17: Die Ursache für Leiden auflösen Yoga Sutra 2.15-17: Die Ursache für Leiden auflösen

Yoga Sūtra 2.15-17: Die Ursache für Leiden auflösen

Auch Buddha betonte: Leiden ist allgegenwärtig! Doch Leiden hat auch eine Ursache, nämlich Deine Anhaftung. Löst Du diese Ursache auf, so löst sich für Dich auch alles Leiden auf.

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.18-19: Die Bausteine (tattva) dieser Welt Yoga Sutra 2.18-19: Die Bausteine (tattva) dieser Welt

Yoga Sūtra 2.18-19: Die Bausteine (tattva) dieser Welt

Kürzer lassen sich die 25 Bausteine (tattva) des Kosmos nach der Saṁkhya Philosophie kaum beschreiben. Die drei Grundwebfäden (guṇa) spannen ein Netz für 16 feinstoffliche, 10 grobstoffliche und zwei erschließbare Elemente auf. Zwei Kürzer lassen sich die 25 Bausteine (tattva) des Kosmos nach der Saṁkhya Philosophie kaum beschreiben. Die drei Grundwebfäden (guṇa) spannen ein Netz für 16 feinstoffliche, 10 grobstoffliche und zwei erschließbare Elemente auf. Zwei Elemente bleiben unerschließbar.

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.20-22: Wie Deine Wahrnehmung funktioniert Yoga Sutra 2.20-22: Wie Deine Wahrnehmung funktioniert

Yoga Sūtra 2.20-22: Wie Deine Wahrnehmung funktioniert

Dein innerer Wahrnehmungsraum (citta) spiegelt die äußere, wandelbare Welt wieder. Nur diese subjektiv verzerrte Reflexion der äußeren Welt kann Dein Wesenskern (draṣtr̥) wahrnehmen.

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.23-26: Von Unwissenheit durch Unterscheidungskraft und Freiheit Yoga Sutra 2.23-26: Von Unwissenheit durch Unterscheidungskraft und Freiheit

Yoga Sūtra 2.23-26: Von Unwissenheit (avidyā) durch Unterscheidungskraft (viveka) zur Freiheit (kaivalya)

Dein wahrer Wesenskern kann sich nur durch die innige Verbindung (saṁyoga) mit dem Wandelbaren selbst erfahren. Diese Verbindung basiert auf Unwissenheit (avidyā). Du löst sie durch Unterscheidungskraft (viveka) und gelangst so zur Dein wahrer Wesenskern kann sich nur durch die innige Verbindung (saṁyoga) mit dem Wandelbaren selbst erfahren. Diese Verbindung basiert auf Unwissenheit (avidyā). Du löst sie durch Unterscheidungskraft (viveka) und gelangst so zur absoluten Freiheit (kaivalya).

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.27-29: Ashtanga Yoga als systematischer Übungsweg Yoga Sutra 2.27-29: Ashtanga Yoga als systematischer Übungsweg

Yoga Sūtra 2.27-29: Aṣṭāṅga-Yoga als systematischer Übungsweg

Ganz systematisch kannst Du durch eine achtgliedrige Yogapraxis (aṣṭāṅga-yoga) Deinen Wesenskern erfahren. Es beginnt mit zwei Gliedern für den Alltag, umfasst vier Glieder einer spirituellen Praxis (sādhana) und führt zu einer über Ganz systematisch kannst Du durch eine achtgliedrige Yogapraxis (aṣṭāṅga-yoga) Deinen Wesenskern erfahren. Es beginnt mit zwei Gliedern für den Alltag, umfasst vier Glieder einer spirituellen Praxis (sādhana) und führt zu einer über drei Stufen tiefer werdenden Meditation (saṁyama).

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.30-34: Ethische Leitlinien für Deinen Yogaweg Yoga Sutra 2.30-34: Ethische Leitlinien für Deinen Yogaweg

Yoga Sūtra 2.30-34: Ethische Leitlinien (yama und niyama) für Deinen Yogaweg

Fünf Leitlinien können Deinen Umgang mit Deinen Mitmenschen harmonischer gestalten (yama). Fünf Leitlinien helfen Dir zu einer harmonischen persönlichen Lebensführung (niyama). Sie sind die Basis für Deinen Yogaweg.

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.35-39: Fünf Leitlinien (Yama) für das Zusammenleben Yoga Sutra 2.35-39: Fünf Leitlinien (Yama) für das Zusammenleben

Yoga Sūtra 2.35-39: Fünf Leitlinien (yama) für das Zusammenleben

Gewaltlosigkeit (ahiṁsā), Wahrhaftigkeit (satya), Nicht-Stehlen (asteya), ein Besinnen auf die kosmische Ordnung (brahma-carya) und Unbestechlickeit (aparigraha) sind Leitlinien, die Dein Zusammenleben mit anderen Menschen Gewaltlosigkeit (ahiṁsā), Wahrhaftigkeit (satya), Nicht-Stehlen (asteya), ein Besinnen auf die kosmische Ordnung (brahma-carya) und Unbestechlickeit (aparigraha) sind Leitlinien, die Dein Zusammenleben mit anderen Menschen harmonisch werden lassen.

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.40-45: Fünf Leitlinien (Niyama) für das persönliche Leben Yoga Sutra 2.40-45: Fünf Leitlinien (Niyama) für das persönliche Leben

Yoga Sūtra 2.40-45: Fünf Leitlinien (niyama) für das persönliche Leben

Reinheit (śauca), Zufriedenheit (saṁtoṣa), Selbstdisziplin (tapas), Selbstbeobachtung (svadhyāya) und Annahme Deines Schicksals (īśvarapraṇidhāna) sind fünf Leitlinien (niyama), die Dein persönliches Leben Reinheit (śauca), Zufriedenheit (saṁtoṣa), Selbstdisziplin (tapas), Selbstbeobachtung (svadhyāya) und Annahme Deines Schicksals (īśvarapraṇidhāna) sind fünf Leitlinien (niyama), die Dein persönliches Leben bereichern können.

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.46-48: Über die Körperhaltung (Asana) Yoga Sutra 2.46-48: Über die Körperhaltung (Asana)

Yoga Sūtra 2.46-48: Über die Körperhaltung (Āsana)

Historisch hatte Patañjali mit Āsana sicherlich nur einen Meditationssitz angedacht. Doch diese Sätze des Yoga Sūtra geben uns wertvolle Inspiration für eine dynamische körperliche Yogapraxis.

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.49-51: Über die Atemkontrolle (Pranayama) Yoga Sutra 2.49-51: Über die Atemkontrolle (Pranayama)

Yoga Sūtra 2.49-51: Über die Atemkontrolle (Prāṇāyāma)

Prāṇāyāma, wörtlich die Energiepraxis, baut auf der Körperpraxis (Āsana) auf. Beschreibt Patañjali hier konkrete Techniken oder ein Prinzip?

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.52-53: Ausblick auf die Konzentration (Dharana) Yoga Sutra 2.52-53: Ausblick auf die Konzentration (Dharana)

Yoga Sūtra 2.52-53: Ausblick auf die Konzentration (dhāraṇā)

Die Atemübung (prāṇpāyāma) klärt Deinen Geist und führt Dich direkt in die innere Stille. Aus Konzentration (Dhāraṇā) entsteht schließlich eine tiefe Meditation, in der sich alle Fragen und Zweifel auflösen.

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra 2.54-55: Das Zurückziehen der Sinne (Pratyahara) Yoga Sutra 2.54-55: Das Zurückziehen der Sinne (Pratyahara)

Yoga Sūtra 2.54-55: Das Zurückziehen der Sinne (Pratyāhāra)

Die dritte Stufe der spirituellen Praxis (sādhana) ist die Sinneskontrolle (pratyāhāra). Für den Yogaweg ist das Zurückziehen der Sinne die wirksamste Technik.

Yoga Sutra 2: Über die spirituelle Praxis
Yoga Sutra Kapitel 2: Zum Mitchanten Yoga Sutra Kapitel 2: Zum Mitchanten

Yoga Sūtra Kapitel 2: In Lautschrift und mit Tonaufnahme zum Mitchanten

Es ist eine meditative Praxis, das Yoga Sūtra zu chanten. Nutzte die Lautschrift, um die genaue Aussprache zu verstehen und chante in Call & Response mit Ronald das ganze 2. Kapitel.

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