Über die Resultate der Übungspraxis - Vibhuti Pada - referiert das dritte Kapitel des Yoga Sutras nach Patanjali.

Yoga Sutra

Vibhuti-Pada

Satz 13

etena bhutendriyeshu dharma-laksana-avastha parinama vyakhyatah ||13||

एतेन भूतेन्द्रियेषु धर्मलक्षणावस्था परिणामा व्याख्याताः ॥१३॥

etena bhūtendriyeṣu dharma-lakṣaṇa-avasthā pariṇāmā vyākhyātāḥ ॥13॥

Dadurch wird die Veränderung der Aufgaben (Dharma-Parinama), der Merkmale (Lakshana-Parinama) und des Zustandes (Avastha-Parinama) der Materie in der Wahrnehmung erklärt. ||13||


etena = (i. sg. m. / i. sg. n. von eta) durch dieses, dadurch
bhūtā = (nom. sg. f.) die Elemente, die Materie
indriyeṣu = (loc. pl. m. / loc. pl. n. von indriya) in den Sinnesorganen
dharma = (acc. sg. n. / nom. sg. n. von dharman) die Aufgabe von etwas in der Welt, das, was etwas zu dem werden lässt, was es ist; Eigenschaft, Beschaffenheit, die äußere Form
lakṣaṇā = (nom. sg. f. von lakṣaṇa) Attribut, Merkmal, die innere Qualität von etwas
avasthāḥ = (acc. pl. f.) Zustand
pariṇāma = Wandlung, Veränderung, Entwicklung zu
vyākhyā = Erklärung, Kommentar
vyākhyātāḥ = (nom. pl. m. / acc. pl. f. / nom. pl. f. von vyākhyāta) werden erklärt

Was wir in einem Objekt sehen, hängt immer von unserer Vorerfahrung ab. Nehmen wir einen Lap-Top. Ein Steinzeit-Mensch hätte ihn vielleicht als glatte Unterlage genutzt, um darauf Nüsse zu knacken. Im Mittelalter wäre er vielleicht als Schild im Kampf zum Einsatz gekommen. Heute nutzen wir ihn, um Texte zu schreiben. So nehmen wir, je nach unserer Entwicklung, Objekte unterschiedlich wahr. Das bezieht sich zum einen auf deren Nutzung für uns (Dharma-Parinama), zum anderen darauf, wie lange wir uns mit ihnen beschäftigen möchten (Lakshana-Parinama) und schließlich auch, wie wir sie überhaupt wahrnehmen (Avastha-Parinama).

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