Im vierten Kapitel des Yoga Sutra von Patanjali geht es schließlich um die Befreiung - Kaivalya Pada.

Yoga Sutra

Kaivalya-Pada

Satz 33

ksana-pratiyogi parinama-aparanta nirgrahyah kramah ||33||

क्षणप्रतियोगी परिणामापरान्त निर्ग्राह्यः क्रमः ॥३३॥

kṣaṇa-pratiyogī pariṇāma-aparānta nirgrāhyaḥ kramaḥ ॥33॥

Die Empfindung der bedingten Aufeinanderfolge der Augenblicke und Wandlungen nimmt ihr endgültiges Ende. Die Wandlung (Krama) wird so erfahrbar. ||33||


kṣaṇa = Augenblick, Moment
pratiyogī = zusammenhängend
pariṇāma = Wechsel, Wandel, Veränderung
aparānta = Ende, Tod
nirgrāhyaḥ = (nom. von nigrāhya) wahrnehmbar, ersichtlich
kramaḥ = (nom. von krama) Abfolge, Wandlung, Vorgang, Aufeinanderfolge

Durch Kaivalya verliert nicht nur alles was uns bisher wichtig erschien an Bedeutung, sondern sogar die Zeit selbst. Wir befinden uns jenseits des ständigen Verlangens nach Ergebnissen. Wir sind in dem Augenblick, in dem wir uns befinden, vollkommen glücklich. Wer das erreicht hat, der denkt weder an die Vergangenheit noch an die Zukunft. Sie existieren nicht mehr. Er ist einfach nur im Hier, im Jetzt, im Moment und das bedeutet Glückseligkeit. Ein deutsches Sprichwort bringt das treffend auf den Punkt: "Dem Glücklichen schlägt keine Stunde".

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