Das dritte Kapitel der Hatha-Yoga Pradipika von Svatmarama. Hier geht es vor allem um Mudra und Bandha, aber auch die Oli-Techniken.

Hatha Yoga Pradipika

tritiyopadeshah

Satz 84

tatra vastu-dvayam vaksye durlabham yasya kasyachit |"
ksiram chaikam dvitiyam tu nari cha vasha-vartini ||84||

तत्र वस्तुद्वयं वक्ष्ये दुर्लभं यस्य कस्यचित् ।"
क्षीरं चैकं द्वितीयं तु नारी च वशवर्तिनी ॥८४॥

tatra vastu-dvayaṁ vakṣye durlabhaṁ yasya kasyacit ।"
kṣīraṁ caikaṁ dvitīyaṁ tu nārī ca vaśa-vartinī ॥84॥

Deshalb werde ich an dieser Stelle zwei wertvolle Dinge nennen, die von jedem schwer zu finden sind. |
Milch und ein zweites ist eine wahrlich fähige Frau. ||84||


tatra = an dieser Stelle
vastu = ein wertvolles Objekt, eine gute Sache
dvayam = ein paar, zwei
vakṣye = I will tell (fut. r. sg. 1. Pers.) ich werde nennen
durlabham = schwer zu finden
yasya = (Relativ Pronomen, Dat.)
kasyacit = wem auch immer

kṣīram = Milch
ca = und
ekam = ein
dvitīyam = zweites
tu = wahrlich
nārī = Frau
vaśavartinī = wörtlich: unter Führung, unter Befehl; gehorsam, führungsfähig, beherrschend. Eine Art von himmlischer Kreatur

Über die Voraussetzungen für „-oli“ Techniken spricht Tsonkapa in einem Kommentar aus dem 11 Jahrhundert:

„Hier sollen beide, man selbst und der Partner, Wesen höchster Möglichkeit sein und wahre Kräfte erreicht haben.”

Im Kularnava Tantra (II.119), einer verwandten Traditionslinie, wird betont, dass es hier nicht um gewöhnlichen Geschlechtsverkehr geht. Erst wenn beide Partner entsprechende Vorraussetzungen erfüllen kann Vajroli praktiziert werden:

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saktisambhogamatre?a yadi mok?o bhaveta vai |
sarveapi jantavo loke mukta? syu? strini?evanat ||119 |
Wenn Erleuchtung durch Geschlechtsverkehr mit einer Frau garantiert wäre, dann würden alle Wesen Erleuchtet durch die Zusammenkunft mit dem Weiblichen. (Kularnava Tantra, II, 119).

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